29.07.2020 - 11:26 Uhr
NeusorgOberpfalz

In Neusorg sicherer über die Staatsstraße

Grünes Licht gab der Neusorger Gemeinderat in seiner zweiten Juli-Sitzung für eine Überquerungshilfe auf der Staatsstraße 2181. Für rund 400 000 Euro soll sie im Einmündungsbereich zum Gewerbegebiet "Am Steinbruch" entstehen.

Anstelle der Fahrbahnmarkierung (Bildmitte) auf der Staatsstraße 2181 soll eine Überquerungshilfe in Anbindung der Ortsstraße „Am Steinbruch“ des Gewerbegebietes zum Fichtelnaabradweg errichtet werden um für Fußgänger und Radfahrer ein sicheres Überqueren der Staatsstraße zu gewährleisten.
von Redaktion ONETZProfil

Die Überquerungshilfe steht im Zusammenhang mit dem neuen Standort des Netto-Marktes im Gewerbegebiet "Am Steinbruch". Gleichzeitig wird eine Anbindung vom Gewerbegebiet zum gegenüberliegenden Fichtelnaabradweg geschaffen.

Mit Blick auf die Historie erinnerte Bürgermeister Peter König an eine Verkehrsschau im vergangenen September. Als Ergebnis wurde im Bezug auf den künftigen Standort des Netto-Marktes die Notwendigkeit der Überquerungshilfe festgestellt. Grundsätzlich obliegt es dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach als Straßenbaulastträger, eine derartige Querungshilfe zu schaffen. Jedoch brachte die Behörde zum Ausdruck, dass wichtigere Maßnahmen auf der Prioritätenliste stehen.

80 Prozent Zuschuss

Für die Kommune bedeutete dies, das Vorhaben selbst zu realisieren. Sie hielt Ausschau nach einem Zuschussträger. So stellt nun die Regierung der Oberpfalz eine Förderung in Höhe von 80 Prozent in Aussicht. Dabei wurde auf die Rahmenbedingungen verwiesen, wonach auf dem geraden Streckenabschnitt im Bereich der Querungshilfe die Geschwindigkeit von derzeit 100 auf 70 Kilometer pro Stunde zu beschränken ist. Zusätzlich gilt dann ein Überholverbot.

Anerkennend würdigte das Gemeindeoberhaupt, dass das Ingenieur-Büro für Tiefbau Harald Götz die Unterlagen bereits abgabereif erstellt hat. Die entsprechende Vorplanung wurde dem Gremium im Detail erläutert. Demnach wird im Bereich der Querungshilfe die rechte Fahrbahn der Staatsstraße aus Neusorg kommend in Richtung Staatsstraße 2177 (Kulmain-Marktredwitz) auf einer Länge von 200 Metern ausgeweitet. Der Fichtelnaabradweg wird auf einer Länge von 120 Metern zurückgebaut und angehoben. Parallel zur Ortsstraße "Am Steinbruch" im Gewerbegebiet wird ein zwei Meter breiter Geh- und Radweg neu angelegt.

In den Details zur baulichen Ausführung der Querungshilfe erläuterte der Planer, dass diese barrierefrei und somit auch behindertengerecht ausgestattet wird. Ferner erörterte er die Ableitung des Oberflächenwassers sowie die optimale Ausleuchtung der Querungshilfe. Mit dem Aufstellen einer zusätzlichen Straßenlampe im Bereich der Anbindung an den Fichtelnaabradweg wird dem Rechnung getragen, jedoch ist dies mit der Bayernwerk-Netz GmbH noch abzustimmen. Die Bauzeit wird laut dem Ingenieurbüro etwa zwei Monate betragen. Damit einhergehend kommt es in diesem Zeitraum zu einer Vollsperrung der Staatsstraße. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet "Am Steinbruch" soll über die Industriestraße erfolgen. Der Planer schätzt die Baukosten auf 366 000 Euro plus 56 000 Euro für Nebenkosten und Grunderwerb.

Ampel als Alternative

In seiner Zustimmung zu dem Vorhaben verwies CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer als Alternative auf eine Fußgängerampel. SPD-Fraktionssprecher Robert König sah zwar darin eine kostspielige Maßnahme mit über 125 000 Euro Eigenbeteiligung der Kommune, jedoch sollte dies ihr der Schutz der Fußgänger und Autofahrer wert sein. Positiv bewertete die ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl die Vorplanung und unterstrich, dass alle Sicherheitsaspekte berücksichtigt seien.

Zum Nachlesen finden Sie hier die Vorstellung der Pläne für den Netto-Markt.

Neusorg

Mit der uneingeschränkten Zustimmung auf Errichtung der Überquerungshilfe obliegt es nun dem Rathauschef, die Unterlagen - mit der bereits vorliegenden Zustimmung des Bauamtes - bis 1. September bei der Regierung der Oberpfalz vorzulegen. Nach seinen Worten soll das Vorhaben 2021, zeitnah mit der Eröffnung des neuen Netto-Marktes, umgesetzt werden. Abschließend räumte König ein, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gebe, jedoch werde ein Stück zur Verbesserung beigetragen.

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