13.01.2021 - 10:10 Uhr
NeusorgOberpfalz

Start für "besondere Baustelle" in Neusorg

Es geht los mit der "Jahrhundertbaumaßnahme" in der Gemeinde Neusorg: der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Weihermühle–Lochau.

Ohne den symbolischen Spatenstich erfolgte der offizielle Beginn des "Jahrhundertprojekts" der Gemeinde Neusorg. Unser Bild zeigt (von links) WTU-Bauleiter Rene Geier, Rolf Heindl, Diplom-Ingenieur Werner Bitterer, Bürgermeister Peter König, Diplom-Ingenieur Helmut Münchmeier, Katrin Bayer und Wolfgang Heindl.
von Hubert BrendelProfil

Ohne den symbolischen Spatenstich, eher ganz leise, startete die Kommune das Tiefbauprojekt - nach den Worten von Bürgermeister Peter König „das bisher größte in meiner 13-jährigen Amtszeit als Gemeindeoberhaupt“. Das veranschlagte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,4 Millionen Euro mit einem Fördersatz in Höhe von 80 Prozent. Bei frostigen Temperaturen und ohne großes Aufsehen erfolgte am frühen Montagnachmittag nun offiziell im kleinen Rahmen mit der an der Maßnahme beteiligten Baufirma und den Vertretern der Planungsbüros sowie Anliegern der Start des Tiefbauprojektes.

"Das Tiefbauprojekt ist das bisher größte in meiner 13-jährigen Amtszeit als Gemeindeoberhaupt.“

Bürgermeister Peter König über die Baumaßnahme

Für den Rathauschef sei der Baubeginn zwar ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, er sah allerdings keinen Zusammenhang mit der Coronakrise. Es sei vielmehr eine besondere Baustelle - auch wegen der Gewässerumlegung des Füllbaches, auch „Hartbach“ genannt.

Der Auftrag für diese Maßnahme wurde an die Weischlitzer Tiefbau- und Umweltschutz GmbH (WTU), ein nach seinem Standort bei Plauen im Vogtland benanntes Bauunternehmen, vergeben. Einschließlich der Baunebenkosten beläuft sich der Auftrag auf rund 205 000 Euro. Der Gewässerausbau, unter der Federführung von Rene Geier als Bauleiter, soll bis März abgeschlossen sein und steht in Verbindung mit dem Abbruch der am Ortsrand von Weihermühle gelegenen Brücke und der Erneuerung der zweiten Brücke in Richtung Lochau. Für die Planung dieser wasserbaulichen Veränderung mit einer Gewässerrenaturierung zeichnet das Ingenieur-Büro Münchmeier-Eigner (ME) GmbH in Erbendorf verantwortlich. Diplom-Ingenieur Helmut Münchmeier unterstrich, dass mit der Maßnahme aus ökologischer Sicht eine Verbesserung des Gewässers erreicht wird. Bauleiter vor Ort ist Bauingenieur Werner Bitterer.

Bessere Verkehrssicherheit

Nach Abschluss der wasserbaulichen Veränderungsmaßnahme soll laut Zeitplan mit der Baustellenumfahrung östlich der Gemeindeverbindungsstraße Weihermühle–Lochau begonnen werden. Der Auftrag hierzu mit Kosten in Höhe von 333 000 Euro wurde bereits an das Abbruchunternehmen Plannerer GmbH in Pullenreuth vergeben. Nach der bis Mai geplanten fertiggestellten Umleitung wird mit dem Brückenbau mit einem Auftragsvolumen in Höhe von 586 000 Euro begonnen. Den Auftrag hierfür erhielt ebenfalls die WTU. Für die Planung und Errichtung des Brückenbauwerks ist das Büro Sigma Ingenieure in Marktredwitz zuständig.

Neusorgs Bürgermeister Peter König erzählt von den Plänen für 2021

Neusorg

Mit der Gewässerumlegung und dem Brückenneubau in der Ausführung eines Stahlbetondurchlasses wird mit dem Ausbau der Straße bis zur Gemeindegrenze der Nachbarkommune Pullenreuth nach Lochau begonnen; das rundet damit den Bauabschnitt II ab. Geplant ist eine Ausbaubreite von sechs Metern mit einem zwei Meter breiten Gehweg. Hierin sah Bürgermeister König „einen enormen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit“. Die entsprechende Planung obliegt dem Ingenieurbüro Wolf und Zwick in Marktredwitz. So auch der sich daran anschließende Bauabschnitt I, der Ausbau der Ortsdurchfahrtsstraße von Weihermühle aus Richtung Neusorg kommend.

Dank an Grundstücksbesitzer

Insbesondere zur Realisierung des Bauabschnittes II verwies der Rathauschef auf einen entscheidenden Punkt: Die notwendigen Grundstücke werden zur Verfügung gestellt. Hier galt sein besonderer Dank den Besitzern des Wiesengrundstücks Wolfgang Heindl sowie Rolf Heindl für die Möglichkeit der Gewässerumlegung und die notwendige wasserrechtliche Zustimmung. „Beide standen von der ersten Stunde an den Vorhaben aufgeschlossen gegenüber“, betonte der Bürgermeister.

In die Worte des Dankes bezog er auch die Ämter und Behörden für deren fachliche Begleitung der Jahrhundertmaßnahme ein. Im gleichen Atemzug erwähnte der Rathauschef die stellvertretende Bauamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Neusorg, Katrin Bayer. Bereits fest eingebunden in das nun begonnene Großprojekt obliege es ihr, die verwaltungstechnischen Aufgaben zu bewältigen. In seinem Schlusswort wünschte sich Bürgermeister König eine unfallfreie Baustelle, die mit dem für Dezember geplanten Rückbau der Baustellenumfahrung der Vergangenheit angehören soll.

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