23.09.2020 - 11:35 Uhr
NeusorgOberpfalz

Upgrade für Dorfmitte Neusorg mit Ort für kleine Feste

Neues Umfeld, neues Konzept: Die Mitglieder des Neusorger Gemeinderats beraten über die Gestaltung der Freianlagen am Ärztehaus und zwei Anwesen in der Luisenburgstraße. Nicht nur Feuerwehr und Familien kommen in den Genuss von Veränderung.

Anstelle der beiden abbruchreifen Wohnhäuser in der Luisenburgstraße mit den Hausnummern 21 (im Bild) und der Hausnummer 23 soll mit einem Neuordnungskonzept neuer Wohnraum geschaffen werden.
von Redaktion ONETZProfil

Mit der Umfeldgestaltung der Freianlagen am Ärztehaus in der Goethestraße soll dieser innerörtliche Bereich von Neusorg deutlich aufgewertet werden. Eine Vorplanung hierzu wurde dem Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause in der Rektor-Haindl-Aula vorgestellt. Das Konzept fand im Gremium einhergehend mit Änderungsvorschlägen und Anregungen weitestgehend die Zustimmung.

Wie Bürgermeister Peter König eingangs des Tagesordnungspunktes zum Ausdruck brachte, sei die Umfeldgestaltung kein neues Thema. Es gelte jetzt, das Vorhaben umzusetzen, da die Kommune gute Chancen habe, dafür Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm 2021 zu bekommen. Allerdings müsse bis spätestens 1. Dezember ein entsprechender Förderantrag eingereicht werden.

180 Quadratmeter großer Übungsplatz

Die Vorplanung der Umfeldgestaltung der Freianlagen im rückwärtigen Bereich der Rektor-Haindl-Aula stellte Diplom-Ingenieur Ralf Köferl vom Architekturbüro Kuchenreuther in Marktredwitz vor. Nach seinen Worten sei nichts großartig Neues dabei. Bei den Gestaltungsmaßnahmen unter Anbindung des Grundstücks des Obst- und Gartenbauvereins ist vorgesehen, die bestehende Fertigteilgarage der Ortswehr abzubrechen. Die dadurch entstehende Freifläche könne für einen Ersatzbau mit Unterstand genutzt werden. Darüber hinaus ist ein Feuerwehrübungsplatz mit 180 Quadratmetern vorgesehen, ebenso eine 36 Quadratmeter große Feuerstelle, die auch als Hubschrauberlandeplatz genutzt werden könne.

Im Juli stimmten die Gemeinderäte für einen neuen Bebauungsplan

Neusorg

Im Mittelpunkt der Freianlagen sind zudem ein Beachvolleyballfeld sowie eine 30 mal 40 Meter große Aktionsfläche für Kleinfeste vorgesehen. Ferner eine Café-Terrasse mit circa 1000 Quadratmetern, die als Seniorentreff genutzt werden könnte. Neben den Freianlagen ist auch eine Umfeldgestaltung in Form einer Aufpflasterung am Sängerstein in der Goethestraße vorgesehen.

Noch Änderungen möglich

Für Bürgermeister Peter König ist die Vorplanung Ausgangspunkt einer zu treffenden Grundlagenentscheidung. "Es sind noch Änderungen möglich", sagte er. Er sah es zudem als eine gute Lösung, wenn mitten im Ort ein Bereich geschaffen werde, um kleine Fest zu feiern. Aus dem Gremium kamen einige Anregungen und Änderungsvorschläge, auch wurde die Situation der Ortswehr hinsichtlich des vorgesehenen Ersatzneubaus beleuchtet. "Mit der Umfeldgestaltung der Freianlagen sollte eine energetische Sanierung des Ärztehauses erfolgen", meinte das Gemeindeoberhaupt. Letztlich fand die Vorplanung weitestgehend die Zustimmung im Gremium. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass das Architekturbüro unter Einbeziehung der Anregungen und Änderungswünsche bis zur Gemeinderatssitzung im November einen Entwurf erstellen solle, um rechtzeitig Mittel aus der Städtebauförderung zu beantragen.

Im Blickpunkt:

Neuordnungskonzept in Luisenburgstraße

Weiter stellte Köferl ein Neuordnungskonzept auf einem Grundstück in der Luisenburgstraße vor. "Auf dem 1685 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich zwei abbruchreife Wohnhäuser mit den Hausnummern 21 und 23", erklärte er. Die erste vom Städteplaner vorgestellte Variante sieht die Errichtung eines zweigeschossigen Mehrfamilienhauses mit acht Wohnungen und einer Penthouse-Wohnung längs der Luisenburgstraße vor.

Nach der zweiten Variante sollen auf den beiden Grundstücken mit 800 beziehungsweise 885 Quadratmetern wie bisher zwei Baukörper - zweigeschossig plus Unter- und Dachgeschoss - errichtet werden. Wie der Architekt erklärte, sei es bei dem Neuordnungskonzept nicht beabsichtigt, Einfamilienwohnhäuser zu bauen.

Nachdem Wohnungen für junge Familien geschaffen werden, bewertete CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer das Konzept positiv. In die gleiche Kerbe schlugen sowohl SPD-Fraktionssprecher Robert König als auch Udo Wegmann, stellvertretender ÜWG-Fraktionssprecher. Der Vorschlag, auf der Grundlage des Nutzungskonzeptes eine Ausschreibung vorzunehmen und abzuwarten, ob sich dafür ein Interessent findet, wurde einstimmig befürwortet. Einem möglichen Investor wird jedoch die Möglichkeit eingeräumt, hinsichtlich einer Wohnbebauung ein eigenes Konzept vorzulegen.

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