20.02.2020 - 10:56 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

CSU-ÜW Bürgermeisterkandidat will es besser machen

Gut besucht ist das Bürgergespräch der CSU-ÜW-Stadtratskandidaten. Kein Wunder, immerhin haben die Bürger viele Fragen - und auch Kritik, die sie loswerden wollen.

Das CSU-ÜW Kandidatenteam mit Bürgermeisterkandidaten Karlheinz Schultes stellen sich beim Bürgergespräch den Fragen der Besucher.
von Heidi Stopfer-Wilterius (ILT)Profil

Das gut besuchte Bürgergespräch war für die CSU-ÜW Kandidaten ein Zeichen für den Wunsch nach Kommunikation und Information. Dem kamen Bürgermeisterkandidat Karlheinz Schultes sowie sein Team nach und stellten sich den Fragen der Besucher. Dabei wurde jeder kritische Punkt klar angesprochen. Der Tenor der Vorstellungsrunde: Man möchte es anders und besser machen.

„Am 15. März ist Kommunalwahl, hier werden die Weichen für die nächsten sechs Jahre gestellt“, informierte Schultes. Für Schultes und sein Team stehen viele Punkte auf dem Wahlprogramm. „Wir haben einen Kindergarten mit einem hervorragenden Ruf“, sagte Schultes. Er sei weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt und Schultes sieht ihn als Vorreiter in vielen Dingen. Dass Bildung Geld kostet, wisse man wohl. Warum also diese Kosten, die aktuell der Diakonie-Verein als Träger übernimmt, der Gemeinde aufs Auge drücken zu wollen, versteht er nicht. „Das steht eine Summe von ungefähr 30.000 Euro im Raum“, merkte Schultes an.

Auch durch den Rauhen Kulm ist Neustadt in vieler Munde. Er ist ein Touristenmagnet und muss nicht durch Windräder, welche im Gespräch sind, verschandelt werden. Es sei auch wichtig, sich mit dem Thema Erneuerbare Energien zu beschäftigen. Er aber sieht die Notwendigkeit, andere Lösungen zu suchen. „Als Politiker vor Ort habe ich die wichtige Aufgabe, mich um die Belange der Bevölkerung zu kümmern“, bekräftigte er. Er würde hier nicht zuschauen, wenn Menschen in ihrer Heimat Angst um ihre Gesundheit haben oder Bedenken äußern, dass die eigene Immobilie an Wert verliere. „Bliebe dann der Ort für den Tourismus noch attraktiv?“, fragte Schultes in die Runde. „Stellen Sie sich vor, Sie würden am Infozentrum stehen, betrachten den Rauhen Kulm und daneben steht ein Windrad, weit höher als der Rauhe Kulm selbst.“

Äußerst kritische Worte fand der Bürgermeisterkandidat auch bei dem Thema Wasser und Abwasser am Ort. „Seit über einem Jahr ist im Hochbehälter eine Kammer gesperrt und eine Kammer wird jeden Tag befüllt, durch händisches An- und Ausschalten“, klärte er die Interessierten auf. Am Morgen muss ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung zum Hochbehälter fahren um die Befüllung anzuschalten, die zur Mittagszeit abgeschaltet werden muss. Bei einer Notsituation, wie beispielsweise einem Brand, könnte es durchaus sein, dass der Wasserstand am Nachmittag oder Abend für eine Grundversorgung und einer gleichzeitigen Brandlöschung nicht ausreiche, meinte Schultes. Hier sieht er schnellen Handlungsbedarf.

Auch die Marktplatzsanierung wurde angesprochen. Da sei sich der Ort nicht einig und wisse nicht, was er wolle. „Unsere Außenwirkung ist durch die Berichterstattung mittelmäßig bis schlecht geworden“, spricht Schultes das Thema klar an. Das könne man besser umsetzen, wenn man miteinander redet und aktiv zuhört. Alle an einen Tisch bringen und Lösungen gemeinsam suchen: Dafür steht das CSU-ÜW Kandidatenteam. Für Vorschläge und Ideen müsse man offen sein. Mit Teamwork und Respekt möchten der Bürgermeisterkandidat und die Stadtratskandidaten den Ort nach vorne bringen. „Wir wollen für die Bürger immer da sein“, erklärte Schultes. Dafür könne man auch das Rathaus baulich anpassen. Ein Bürgerbüro im Erdgeschoss, geöffnet zu festen Zeiten und für Jung und Alt ohne Barriere erreichbar, schwebe ihn vor. Ein Beibehalten des bestehenden Bürgerstammtisches und die Installation eines Jugendbürgermeisters für die Nachwuchsarbeit sei wichtig.

Auch der demographische Wandel wird berücksichtigt. Es wird in Zukunft ein Gesundheitsbotschafter installiert, um die Bevölkerungsgruppe Ü 60 betreuen zu können. In der anschließenden Vorstellungsrunde erklärten die Stadtratskandidaten der CSU-ÜW den Bürgern, was ihnen besonders am Herzen liegt und wofür sie sich im Falle ihrer Wahl einsetzen werden.Unterstützung bekam CSU-ÜW Bürgermeisterkandidat von Landrat Andreas Meier. Die Kreis-CSU zieht mit elf Schwerpunkte in den Kommunalwahlkampf. Ganz oben auf der Agenda stehen Schule, Bildung und Digitalisierung.

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