29.11.2020 - 13:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Gipfel des Rauhen Kulms bleibt Sperrgebiet

Ende August wurden die Wege zum Kulmgipfel wegen eines Sicherheitsrisikos durch Totbäume gesperrt. Seit Oktober könnten diese Bäume gefällt werden. Doch die Behörden warten weiter auf das Ergebnis eines Gutachtens.

Seit Ende Juli ist der Zugang zum Gipfel des Rauhen Kulms gesperrt. Wegen der Gefahren durch die abgestorbenen Bäume herrscht hier immer noch Lebensgefahr.
von Autor OWProfil

Der Aufgang zum Rauhen Kulm ist weiterhin gesperrt. Darüber informierte 2. Bürgermeister Helmut Schäffler in der Stadtratssitzung. Die Wege sind aufgrund der vielen abgestorbenen Bäume nicht verkehrssicher. In einer Mail informierte die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes in Absprache mit den Bayerischen Staatsforsten die Stadt, dass bei Schnittmaßnahmen die artenschutzrechtlichen Vorschriften des Bayerischen Naturschutzgesetzes eingehalten werden müssen. Die Behörde hatte deshalb eine Baumstrukturkartierung zur Prüfung artenschutzrechtlicher Belange und der Gebietsverträglichkeit durch einen externen Gutachter beauftragt. Das Ziel ist es, zeitnah mindestens einen Zugang zum Kulmturm zu erreichen. Die Erhebungen vor Ort sind bereits abgeschlossen, der Bericht wird bis Anfang Dezember vorliegen.

Der Rauhe Kulm ist gesperrt

Neustadt am Kulm

Neben unvermeidlichen Baumfällungen sind als Ergebnis der Baumstrukturkartierung vermutlich umfangreiche Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion vorzunehmen (CEF-Maßnahmen). Eine Summe von 20.000 Euro wurde hierfür in den Raum gestellt. Die Wegeführung betrifft zwar die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer und die Untere Naturschutzbehörde als Verordnungsgeber des Naturdenkmalschutzes, aber die Stadt sollte als Betreiber des Kulmhauses an den Kosten beteiligt werden. Eine mittelfristige Zielsetzung wäre aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde ein über den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald ausgearbeitetes Besucherlenkungskonzept für den gesamten Gipfelbereich, das von Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen am Rauhen Kulm ergänzt wird. Um dem Gebietsschutz und dem Artenschutz gerecht zu werden, sollte daher als erste eigenständige Fördermaßnahme des Naturparks eine artenschutzrechtliche Untersuchung in Angriff genommen werden.

Auf wenig Begeisterung stieß diese Information bei den meisten Mitgliedern des Stadtrats. Hatte man doch gehofft, dass im Herbst die gefährlichen Bäume gefällt werden und dass bei der Eröffnung der Kulmterrasse der Gipfel zum Rauhen Kulm wieder begehbar wäre. Kopfschütteln löste die Forderung der Behörde bei einigen Räten aus, die Stadt müsse sich an den Kosten der Maßnahmen beteiligen. Schäffler berichtete, dass es bereits vermehrt Klagen von Besuchern des Rauhen Kulms auf der Neustädter Homepage gibt.

Käthe Pühl bestätigte dies. Sie werde als Vorsitzende des Fördervereins wöchentlich mehrmals von frustrierten Besuchern angerufen. Einig war man sich im Gremium, dass das Problem der Kulmsperrung unbedingt noch in der Winterperiode gelöst werden muss.

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