31.05.2021 - 13:16 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Kulmterrasse in Neustadt eröffnet

Mit einem kühlen Bier oder einer Tasse Kaffee den Blick auf die Kulmregion genießen – das ist jetzt endlich möglich. Die Kulmterrasse ist fertig und offiziell eröffnet.

Die meisten Besucher kommen ins Schwärmen, wenn sie über die Kulmterrasse berichten. Von hier aus haben die Gäste einen außergewöhnlichen Rundblick auf die Kulmregion.
von Autor OWProfil

Das Prestigeprojekt der Neustädter, die Kulmterrasse, erhielt am Wochenende vom evangelischen Pfarrer Hartmut Klausfelder und vom katholischen Seelsorger Sven Grillmeier den kirchlichen Segen. Wegen Corona wurde die Einweihungszeremonie im kleinsten Kreis auf der Terrasse abgehalten. Neben einigen Stadträten und Bürgermeister Wolfgang Haberberger, waren der Archäologe Dr. Hans Losert, der die Ausgrabungen am Rauhen Kulm leitet, und Dr. Andreas Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen sowie der stellvertretende Landrat Albert Nickl zu Gast.

In seiner Ansprache zog Bürgermeister Wolfgang Haberberger eine Parallele zu Nikolaus Apel, dem Erbauer des ersten Aussichtsturms auf dem Rauhen Kulm im Jahre 1807 und späterem Bürgermeister der Stadt. Er hatte immer das Bestreben, Neustadt, und vor allem den Rauhen Kulm, voranzubringen. Dabei musste er viele Kämpfe mit Bürgern der Stadt, aber auch mit dem Stadtrat ausfechten. Für den jetzigen Stadtrat trifft dies nicht zu, betonte Haberberger. Die Räte haben dieses außergewöhnliche Gebäude ermöglicht und mehrere haben sich auch beim Bau mit vielen ehrenamtlichen Stunden engagiert. Er sprach von einem herausragenden Gebäude, das man von Bayreuth kommend schon aus der Ferne am Hang des Neustädter Vulkans erkennen kann. Für den Sommer plant er noch eine große Einweihungsfeier für die Bürger, falls die Corona-Pandemie.

Albert Nickl bezeichnete den Rauhen Kulm als Markenzeichen der Region. „Der Vulkanberg ist für die Stadt, aber auch für den Landkreis, ein Goldjuwel. Das neue Infocenter wertet diese Besonderheit noch einmal auf. Mit den verschiedenen Ausstellungen und den touristischen Angeboten bereichert es unsere Heimat“. Mit Begeisterung gratulierte er den Neustädtern zu diesem gelungenen Werk und bedankte sich bei den Verantwortlichen für deren Mut, dieses Projekt voranzutreiben.

Losert sprach von einer geschichtlich einzigartigen Situation die am Rauhen Kulm herrscht. Hier befindet sich ein Platz von höchster Bedeutung. Dies hat sich in den letzten Jahren durch die Ausgrabungen bestätigt. „Alle Epochen der Menschheitsgeschichte, von der Steinzeit bis zur Neuzeit, sind hier vertreten“, schwärmte der Archäologe. Ihn freut es deshalb sehr, dass mit dem neuen Gebäude eine Möglichkeit der Ausstellung gegeben ist. Hier werden die archäologischen Erkenntnisse einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt.

„21 Millionen Jahre hat er gewartet, der Rauhe Kulm, bis endlich dieses Haus fertig wurde. Und es hat sich gelohnt“, lobte Peterek. Für den Geopark ist das Infocenter ein ganz wichtiges Projekt, um den Vulkanismus in der Region einem breiten Publikum näher zu bringen. Im Kemnath-Neustädter Vulkanfeld gibt es 20 Vulkane. Dabei ist das Highlight der Rauhe Kulm. Peterek bedankte sich bei der Stadt, dass der Geopark das neue Gebäude mit nutzen kann und wünschte, dass möglichst viele Interessierte die Ausstellungen besuchen werden.

Der Pächter der Kulmterrasse Armin Schinner dankte dem Stadtrat für das Vertrauen, hier am Rauhen Kulm die Gäste bewirten zu können. Er versprach diese bestmöglich zu versorgen, sodass die Kulmterrasse und der Rauhe Kulm bei den Besuchern in guter Erinnerung bleiben möge. Dem Bürgermeister überreichte der Wirt eine Flasche mit hochprozentigem Kulmwasser und empfahl schmunzelnd diese bei der nächsten Stadtratssitzung zu leeren.

Der zweite Bürgermeister Hermann Schäffler bedankte sich bei den Vereinen und Bürgern, für deren ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Mit ihrem Engagement haben sie dazu beigetragen, dass dieses schöne Haus ein Vorzeigeobjekt geworden ist. Es ist eine Bereicherung und ein Aushängeschild für Neustadt und für die Kulmregion. Dem Bürgermeister sprach er im Namen des Stadtrats und der Gemeinde seinen Dank aus. Durch seine Begeisterung für dieses besondere Projekt und das Einbringen vieler Arbeitsstunden habe er wesentlich zum Gelingen beigetragen.

Kulmterrasse: Corona diktiert Öffnungstermin

Neustadt am Kulm
Der evangelische Pfarrer Hartmut Klausfelder (rechts) und der katholische Seelsorger Sven Grillmeier (Mitte) spendeten der Kulmterrasse den kirchlichen Segen. Der Wirt Armin Schinner (links) nutzte die Gelegenheit und ließ sich von den Geistlichen ein Kreuz für das Ausflugslokal segnen.
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