28.05.2021 - 14:26 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Neustadt am Kulm: 2,4 Millionen Euro für Sanierung des Marktplatzes eingeplant

Neustädter Stadtrat hält auch an „Drei-Landkreis-Radverbindung“ fest. Größter Punkt bleibt im Haushalt 2021 aber die Marktplatzsanierung.

Investitionen von gut 2,4 Millionen Euro sind im laufenden Jahr bei der Marktplatz-Sanierung vorgesehen
von Holger Stiegler (STG)Profil

Der Vermögenshaushalt 2021 der Stadt Neustadt am Kulm weist ein Volumen von 3,595 Millionen auf. Auf Investitionen entfällt dabei ein Betrag von 3,348 Millionen Euro – ein Projekt fällt dabei besonders auf.

Die Investitionssumme der Kommune liegt im laufenden Jahr um fast 60 Prozent höher als noch 2020. „Dickster Bocken“ im Vermögenshaushalt ist die Sanierung des Marktplatzes: Von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 8,702 Millionen Euro werden im laufenden Jahr 2,431 Millionen Euro angesetzt. Deutlich geringer, aber durchaus markant ist der Ansatz für die Radwegeverbindung „3 Landkreise“, mit der die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth und Bayreuth gemeint sind. Von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 500.000 Euro sind für das laufende Jahr 400.000 Euro eingeplant. Der geplante allgemeine Grunderwerb durch die Kommune ist im Jahr 2021 mit 248.000 Euro angesetzt. Weitere folgende Ausgaben sind geplant: Fahrzeugbeschaffung für Brandschutz (36.000 Euro) und Digitalfunk (28.000 Euro), Aussichtsturm Rauher Kulm (5.000 Euro), Spielplatz Mockersdorf (5.000 Euro), Spielplatz Kulmterrasse (10.000 Euro), Kulmterrasse allgemein (65.000 Euro), Städtebauliches Kommunales Förderprogramm (30.000 Euro), Städtebauliche Sanierungsmaßnahme Mockersdorf (50.000 Euro), Bauhof-Investitionen (30.000 Euro) sowie jeweils 5000 Euro für die Bereiche Tiefbaumaßnahmen in der Abwasserbeseitigung sowie in der Wasserversorgung.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger informierte das Gremium darüber, dass die Stadt Neustadt am Kulm bei Tiefbauarbeiten im Rahmen der Sanierung des Marktplatzes verpflichtet sei, ein Leerrohrsystem (Speedpipes) zum späteren Ausbau des Glasfasernetzes zu errichten. Das Büro IK-T hat hierzu die Fachplanung durchgeführt. Das AIB Schultes koordiniert die Baumaßnahme und führt die Ausschreibung durch. Das Leerrohrsystem soll später einem Telekommunikationsunternehmen zur Miete oder zum Verkauf angeboten werden. Mit diesem Vorgehen, so Haberberger, könne nach Aussage der Verwaltung die Mehrwertsteuer in Abzug gebracht werden. Das Gremium genehmigte das Vorgehen einstimmig.

Haberberger informierte außerdem über Punkte aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung des Gremiums, die von der Geheimhaltung befreit wurden: So hat das Gremium entschieden, die Hütte am Freizeitgelände Sporrer in der vorgelegten Form nicht zu erneuern, das heißt es wird dieses Jahr höchstwahrscheinlich keinen Neubau dieser Hütte geben. Es wurden außerdem Arbeiten für die Erneuerung der Exzenterschneckenpumpe im Klärwerk für 7086,45 Euro vergeben, hinzu kommen Einbaukosten zwischen 1000 Euro und 2000 Euro. Ebenso wurden Arbeiten für die Überholung des redundanten Pumpsystems im Pumpwerk Filchendorf in Höhe von 3348,66 Euro. Sollten dort zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.

Zur Marktplatzsanierung berichtete der Bürgermeister, dass ein leicht zugänglicher Schaukasten mit einem aktuellen Plan und den wichtigsten Maßnahmen aufgestellt werden, wo sich die Anwohner gezielt informieren können. Bis Mitte Juni soll in einem Teilbereich die erste Asphaltschicht aufgetragen werden. In den nächsten Tagen, so Haberberger, sollen auch die ersten Mustersteine für die Beläge kommen. Stadtrat Wolfgang Schäffler berichtete von Biberdämmen entlang der Bahn, die eine Überschwemmungsgefahr mit sich bringen. Der Bürgermeister pflichtete bei, dass er hier auch schon Gespräche geführt habe. Voraussichtlich im Herbst werden die Dämme entfernt, so weit es sich dabei nicht um eine Biberburg handele.

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