18.06.2020 - 12:11 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Neustadt am Kulm: Geld für Marktplatzanlieger

Die Kulmstadt unterstützt private Maßnahmen zur Fassaden- und Umfeldgestaltung im Rahmen der Ortskernsanierung mit einem kommunalen Förderprogramm.

Die jüngsten Mitglieder des Stadtrats Jana Schäffler (BL-NBZ, Mitte) und Florian Dötsch (CSU-ÜW, rechts) werden sich in den nächsten sechs Jahren als Jugendbeauftrage um die Belange der Jugendlichen kümmern. Karlheinz Schultes (CSU-ÜW, links) wird in die jährliche Generalversammlung der NEWeG entsendet.
von Autor OWProfil

Fast neun Millionen Euro will die Stadt in den nächsten fünf Jahren investieren, um das Ortszentrum zu sanieren. Jetzt wollen die Stadtverantwortlichen die Anlieger motivieren, ihre Liegenschaften ebenfalls zu verbessern. Das Ziel ist es, die kulturhistorische Substanz des Stadtzentrums zu erhalten. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde deshalb ein kommunales Förderprogramm verabschiedet, mit dem die Eigentümer finanziell unterstützt werden, wenn sie bauliche Mängel an ihren privaten Objekten beheben.

Die Regeln dafür wurden bereits in einer Gestaltungsfibel und -satzung festgelegt. Hier werden anhand von Beispielen die Anforderungen aufgezeigt. Die Fibel wurde bereits vor einigen Monaten in der Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt. Als professionellen Partner für das Sanierungsprogramm hat die Gemeinde die Firma Stadtbau Amberg engagiert. Deren Experten beraten die Bauherren kostenlos und betreuen die Sanierungsmaßnahmen. Zur Stadtratssitzung war als Vertreter der Firma Johann Voith gekommen. Er stellte einen Entwurf für ein kommunales Förderprogramm für die Kulmstadt vor. Dieses wurde nach seinem Vortrag einstimmig vom Stadtrat angenommen.

Im Rahmen des kommunalen Förderprogramms können Sanierungsmaßnahmen an Fassaden und Dächern am Marktplatz gefördert werden. Die Höhe der Förderung beträgt 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Maximal können 20.000 Euro für die Sanierung der Gebäudehülle beantragt werden. Für die Herstellung und Umgestaltung von Einfriedungen, Außentreppen und Hofräume mit öffentlicher Wirkung stehen weitere 5.000 Euro zur Verfügung. Aber auch bei Modernisierungsmaßnahmen an Heizungs- und Sanitäranlagen gibt die Stadt einen Zuschuss von maximal 5.000 Euro. Eigenleistung kann mit zwölf Euro pro Stunde verrechnet werden. 30 Prozent davon wird dann ausbezahlt.

60 Prozent von der Regierung

Zur Finanzierung hat die Stadt jährlich 30.000 Euro in den Haushalten der nächsten drei Jahre vorgesehen. 60 Prozent davon bekommt sie als Förderung von der Regierung der Oberpfalz. Auf die Frage von Stadträtin Renate Fraunholz (CW-ML), was passiert, wenn der Topf von 30.000 Euro ausgeschöpft ist, antwortete Voith, dass in diesem Fall die Förderung im nächsten Jahr ausbezahlt wird. Der Bauherr sollte in diesem Fall einen vorzeitigen Baubeginn beantragen, dann könne er auch bereits mit den Arbeiten beginnen. Interessierte Hausbesitzer sollten sich bei der Gemeinde melden. Diese wird einen Kontakt zum städtebaulichen Berater der Stadtbau Amberg herstellen. Bei der Antragsstellung und bei der Planung wird dieser behilflich sein. Voith wies darauf hin, dass auch das Einkommenssteuergesetz erhöhte Absetzungsmöglichkeiten für diese Maßnahmen vorsieht. Details können bei einem Beratungsgespräch zu Beginn der Planungen besprochen werden.

Neue Beauftragte

In der Kulmstadt wird es für die nächsten sechs Jahre gleich zwei Jugendbeauftragte geben. Einstimmig folgte das Gremium dem Vorschlag des zweiten Bürgermeister Helmut Schäffler (BL-NBZ), die beiden jüngsten Mitglieder des Stadtrats Jana Schäffler (BL-NBZ) und Florian Dötsch (CSU-ÜW) zu nominieren. Beide sind in den Vereinen fest verankert und haben dadurch einen guten Kontakt zu den Jugendlichen. Das Amt der Seniorenbeauftragten wird auch weiterhin Maria Sehnke ausüben. Die ausgeschiedene Stadträtin hatte sich dazu bereit erklärt, da sie auch Mitglied in der Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand e.V. ist. Der Vertreter der Gemeinde für die Neuen Energien West eG wird auch wie in der vergangenen Periode Karlheinz Schultes (CSU-ÜW)als Entlastungs-vertreter für die jährliche Generalversammlung entsendet.

Einem Bauantrag zur Errichtung eines Wohnhauses mit Carport im neuen Baugebiet Kulmblick erteilte der Stadtrat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Arbeiten nach dem Hochwasser

Beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ bedankte sich Bürgermeister Wolfgang Haberberger bei allen Helfern, die am Sonntag bei dem Unwetter in Mockersdorf und Filchendorf im Einsatz waren. Sein Dank galt auch den Anwohnern und den Landwirten, die unentgeltlich mit bei der Säuberung der Straßen und Plätze geholfen haben. Im Bereich Mockersdorf hat es umfangreiche Schäden an den Wegen gegeben. Haberberger informierte, dass ihm die Firma Bauer, die momentan den Kanal auf dem Marktplatz baut, zugesagt hat, einen Bagger zur Verfügung zu stellen, um die gröbsten Schäden zu reparieren.

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