23.01.2020 - 14:26 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Behörde auf belastete Böden

Wer kümmert sich mehr um Altlastenflächen und Industriebrachen? Dieses Thema nimmt im Wahlkampf zwischen CSU und Freien Wählern Fahrt auf. Zwei Tage vor dem Besuch von Minister Füracker preschen die Freien mit einer ganz neuen Idee vor.

Bernhard Pscheidt und Tobias Gotthardt (von rechts) im Wahlkampfmodus vor dem früheren Tritschler-Gelände. Zwar ist die Verlagerung des Landesamts für Finanzen nach Weiden schon beschlossene Sache, doch nun fordern sie die Verlegung nach Altenstadt oder Neustadt.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Statt nach Weiden soll das Landesamt für Finanzen von München nach Neustadt oder Altenstadt umziehen. Für diesen Vorschlag spannen die Bürgermeisterkandidaten Gerhard Steiner (Neustadt) und Bernhard Pscheidt (Altenstadt) ihren Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt ein. "Ziel der Behördenverlagerungen ist die Stärkung der ländlichen Räume. Wir sollten den Mut haben, dabei nicht nur die Oberzentren in den Blick zu nehmen", schreibt Gotthardt an Finanzminister Albert Füracker.

Dabei seien die ehemaligen Liegenschaften von Tritschler oder Osram eine "hervorragende Option". Mit einem eventuellen Neubau für das Landrats- und Gesundheitsamt könne dort ein neues Behördenzentrum entstehen. Und die Stadt Weiden streite ohnehin lieber über mögliche Standorte für 300 neue Arbeitsplätze. Weiden werde aber trotzdem als Kultur- oder Einkaufsstadt von der neuen Behörde profitieren, Neustadt und Altenstadt dagegen könnten ihre Infrastruktur und den ÖPNV mit einer neuen Behörde aufwerten.

Gotthardt nennt dies "eine Blaupause für den Umgang mit den anderen industriell vorbelasteten Flächen". Gerhard Steiner favorisiert dabei in Neustadt eine Zufahrt über den Bergmühlweg, um die Johann-Dietl-Straße nicht noch mehr zu belasten.

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