01.07.2019 - 18:44 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Brand in Neustadt/WN verursachte Großeinsatz

Großeinsatz am Montagabend in Neustadt: Im Stadtmühlweg ist ein Nebengebäude in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr war in Sorge um benachbarte Wohnhäuser.

von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Das Feuer brach gegen 17 Uhr in einem Gebäude am Stadtmühlweg aus. Es handelte sich um einen gemauerten Stall in Fachwerkausführung. Das etwa 60 Quadratmeter große, ältere Bauwerk diente laut Polizeibericht überwiegend Kleintieren wie Hasen, Wachteln und Küken als Stall. Im Dachgeschoss wurden auch Heu und Stroh gelagert.

Wie die Polizei weiter berichtet, fütterte die 66 Jahre alte Besitzerin gegen 16.45 Uhr mit ihrer Schwiegertochter die Haustiere. Die 31-Jährige habe plötzlich den Brandausbruch am Dachboden bemerkt. "Die beiden Frauen brachten sich in Sicherheit und blieben unverletzt", heißt es.

Der Brandort liegt am Rand der Innenstadtbebauung und ist durch eine Wiese von der Waldnaab getrennt. Auch das Neustädter Feuerwehrhaus befindet sich nur einen Steinwurf entfernt auf der anderen Flussseite.

Stall im Vollbrand

Der Stall stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte im Vollbrand, wie Kreisbrandrat Marco Saller erläuterte. Erste Meldungen, wonach zwei Gebäude in Flammen stünden, sind offenbar auf die Bauweise zurückzuführen: Die Scheune verfügt über einen flachen Anbau. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot in die Neustädter Innenstadt an. Eine Löschwasserleitung versorgte die Spritzen auch von der nahen Waldnaab mit Wasser. Ein Hauptaugenmerk lag auf der umliegenden Wohnbebauung. Das Feuer war bald unter Kontrolle, ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser konnten die Einsatzkräfte verhindern. Die Polizei vermerkt allerdings Schäden an Fenstern und Rollläden durch die Hitzeeinwirkung.

Durch den Brand wurden Angaben der Polizei keine Menschen verletzt. Die 66-Jährige habe durch die Aufregung allerdings im Nachhinein einen Schock erlitten und sei vom Rettungsdienst medizinisch versorgt worden. Der obere Teil des Gebäudes wurde komplett zerstört. Die Polizei gab den Schaden nach ersten, vorsichtigen Schätzungen mit 100.000 Euro an. Zur Ursache des Feuers konnte die Polizei am Abend keine abschließende Aussage treffen; die Ermittlungen würden in alle Richtungen geführt.

Hasen gerettet

Offen war am Abend auch noch, in welchem Umfang Tiere zu Schaden kamen. Laut Saller seien Hasen lebend befreit worden. Die Tierrettung lief am Abend noch, ebenso das Abtragen des Brandguts unter anderem durch das Technische Hilfswerk (THW) für Nachlöscharbeiten.

Laut dem Kreisbrandrat waren inklusive Rettungsdienst und THW 143 Helfer im Einsatz. Neben der Neustädter Wehr waren die Wehren aus Altenstadt/WN, Edeldorf, Ilsenbach, Klobenreuth, Lanz, Roschau und Störnstein angerückt, dazu die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, Kreisbrandinspektor Martin List sowie die Kreisbrandmeister Thomas Weidner und Alfons Huber.

An der Ortsdurchfahrt in Neustadt kam es während des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen. Die Rauchschwaden zogen durch weite Teile der Kreisstadt. Noch im höher liegenden Wohngebiet Am Rumpler - fast am anderen Ende der Stadt - bemerkten Anwohner kräftigen Brandgeruch.

Brandursache unklar, Hasen gerettet

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