Update 27.01.2021 - 11:30 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

CSU bringt neue Ideen für Schulhügel in Neustadt/WN ins Gespräch

Für eine neue Förderschule in Neustadt bräuchte es vielleicht doch keinen Neubau auf dem Gelände des früheren Krankenhauses. Die CSU-Kreistagsfraktion liebäugelt mit einer ganz anderen Lösung.

Virtuell trafen sich die Kreisräte von CSU und JU zu ihrer Klausurtagung. Mit dabei waren Landrat Andreas Meier, Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht.
von Externer BeitragProfil
Möglichkeiten der Schulentwicklung am Kulturhügel in Neustadt/WN zeigte Kreisbaumeister Werner Kraus auf. Die schraffierten hellgrün schraffierten Flächen sind im Besitz des Landreises.

In doppelter Hinsicht kompliziert war die Klausurtagung von CSU und JU-Kreistagsfraktion. Ihre Vertreter begegneten sich nur virtuell. Eine weitere Hürde war der Kreishaushalt, der im ersten Entwurf ein 3,9-Millionen-Euro-Defizit aufweist. Gleichwohl war die Themenfülle enorm. Wie die Partei in einer Pressemitteilung bekräftigt, seien trotz der angespannten Finanzlage etliche Investitionen vorrangig.

Zunächst in Schulen: Sollte die Stadt Neustadt eine Erweiterungsfläche am Förderzentrum zur Verfügung stellen, sollen sowohl Realschule als auch Förderzentrum "bestandsnah vor Ort" saniert und ausgebaut werden. Ein Neubau des Förderzentrums auf dem Gelände des Ex-Kreiskrankenhauses wäre so vom Tisch. In diesem Zusammenhang soll die Schwimmhalle abgebrochen und an anderer Stelle auf dem Felix neu errichtet werden.

Hintergrund: Das ebenfalls in die Jahre gekommene Hallenbad wäre in Kürze zur Generalsanierung oder zum Neubau angestanden. Auf dem jetzigen Areal wünschen sich die CSU-Kreisräte einen Erweiterungsbau für die Lobkowitz-Realschule, am liebsten in Kombination mit einer neuen, zusätzlichen Zweifachturnhalle im Untergeschoss. Eine Herausforderung, technisch jedoch machbar, wie Kreisbaumeister Werner Kraus bestätigte.

Die geschätzten Kosten für alle Baumaßnahmen am Schulhügel beziffert der Bauexperte auf rund 30 Millionen Euro, die Bauzeit bei optimalem Ablauf auf etwa fünf Jahre. Hinzu kommen die Generalsanierung der Dreifachhalle am Gymnasium und eventuell Umstrukturierungen am Berufsschulzentrum.

"Diese Investitionen stehen zwar auf den ersten Blick im Gegensatz zur finanziellen Entwicklung im Kreishaushalt. Wir sind uns jedoch einig, dass jeder Euro, der in Bildung und damit die Zukunft unserer Kinder investiert wird, sich langfristig um ein Vielfaches auszahlen wird", unterstreicht Fraktionsvorsitzender Edgar Knobloch. Zu einem attraktiven Landkreis gehöre auch eine gute Infrastruktur. Die Tagungsteilnehmer waren sich daher einig, in einen guten Zustand der Kreisstraßen zu investieren.

Ein weiteres Zukunftsthema ist für die Christsozialen die Energie. Neben Einsparmöglichkeiten sei dabei die Wasserstoff-Modellregion das beherrschende Stichwort. "Ich bin sehr stolz, dass namhafte regionale Unternehmen im Boot sind und Wasserstoff nutzen wollen", bestätigt Landrat Andreas Meier. Um dies in die richtigen Gleise zu lenken, brauche man nun aber einen Koordinator, der sich um Fördermittel kümmert, die Interessenten vernetzt und Projekte organisiert.

Kombinieren möchte Meier dies mit der Aufgabe eines "Energie- und Klimamanagers". Er soll den Energienutzungsplan des Landkreises, der demnächst fertig wird, ebenfalls in konkrete Projekte gießen. Dazu gebe es Förderprogramme von Bund und Land. Personell verstärken wollen CSU und JU ferner das Bauamt im Lobkowitzerschloss. "Stetig steigende Zahlen bei den Bauanträgen und viele komplexe Großprojekte machen diesen Schritt nötig", erklärte stellvertretender Landrat Albert Nickl.

Die bisherigen Pläne zur Neuordnung der Schullandschaft auf dem Felix in Neustadt/WN

Neustadt an der Waldnaab

 

 

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