26.08.2020 - 11:10 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Dippold und Aichinger: Alles wieder gut in Neustadt/WN

Streit? Welcher Streit? In einem persönlichen Gespräch räumen Bürgermeister Sebastian Dippold und CSU-Stadtrat Armin Aichinger eine "Unstimmigkeit" aus. Danach gibt es eine gemeinsame Erklärung.

In nur fünf Minuten räumen Armin Aichinger (links) und Bürgermeister Sebastian Dippold ihre "Unstimmigkeit" aus.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

"Es geht um die Stadt" – so ist die Pressemitteilung überschrieben, die Bürgermeister Sebastian Dippold und CSU-Stadtrat Armin Aichinger gemeinsam verfasst haben. Nach ihrer öffentlichen Auseinandersetzung über den Gebührenerlass für die Gastronomie wollen sie die Wogen glätten. Von einem "angeblichen Streit" ist die Rede, einer "Unstimmigkeit". Und ein altes Sprichwort wird zitiert: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“

„Ich möchte ja sogar nicht einmal sagen, dass sich ‚die Gemüter wieder beruhigt haben‘ – es war ja nie hitzig“, beschwichtigt der Bürgermeister. Er berichtet, dass Aichinger am Dienstag um ein persönliches Gespräch gebeten habe. „Fünf Minuten später haben wir uns dann unterhalten und die Sache aus der Welt geschafft.“

Neustadt an der Waldnaab

Die "Unstimmigkeit" hatte sich an einer Stellungnahme Aichingers entzündet, in der er die Initiative für den Erlass der Freisitzgebühren bei der CSU verortete und auf einen vermeintlichen Stadtratsbeschluss dazu verwies. Dippold widersprach der Darstellung vehement – der Gebührenerlass sei aus der Verwaltung heraus erfolgt. Jetzt erklärt Aichinger, seine Mitteilung „war nicht als Beschwerde oder gar öffentlicher Angriff gegen den Bürgermeister gedacht. Lediglich als Hinweis, dass wir in Neustadt im Stadtrat Dinge gemeinsam auf den Weg bringen. So auch das ‚Kümmern‘ um die Gastronomie in der Corona-Zeit."

„Ja, wir haben im Stadtrat über die Situation der Gastro gesprochen", bestätigt Dippold. "Wir waren uns da einig, dass wir hier – wo es möglich ist – auch helfen.“ Eine Abstimmung dazu habe es jedoch nicht gegeben. „Und das war der Knackpunkt“, bedauert Stadtrat Aichinger. „Unterm Strich waren wir uns da alle einig, es gab nur formal keinen Beschluss."

Dass im NT- und Onetz-Artikel sowie in sozialen Medien von "Schlagabtausch", "Scharmützel" oder "in die Haare kriegen" die Rede war, hat den beiden nicht gefallen. Dabei, so erklären jetzt beide, "war es wirklich nur ein Austausch mit rein sachlichem Inhalt – allerdings über die Presse". Dippold lässt durchblicken, dass er bedaure, sein Antwortschreiben an Aichinger veröffentlicht zu haben. „Im Nachhinein hat dies dann die ganze Situation etwas hochgehängt. So dramatisch war das alles zu keinem Zeitpunkt.“

Es gehe "um die Stadt" und "immer um die Sache", beteuern Dippold und Aichinger. In Neustadt ziehe man seit jeher an einem Strang, über Parteigrenzen hinweg. Der CSU-Mann erinnert zudem an den Umgang der beiden, als sie für den Bürgermeisterposten kandidierten: „Wir haben Persönliches schon im Wahlkampf rausgehalten, und da fangen wir jetzt nicht damit an.“

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