Zum ersten Begegnungsnachmittag im neuen Jahr konnte die stellvertretende Leiterin der KAB-Senioren, Monika Nickl, Erna Hauer, Motor der Rumänienhilfe der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg, begrüßen. Hauer schilderte in eindrucksvoller Weise und bewegten Worten ihre Erfahrungen aus 29 Jahren Rumänienhilfe.
Im Juni 1990 habe sie diese Hilfsaktion begonnen, gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael, ohne den sie dieses Projekt niemals hätte durchführen können. Die Initiative hierzu gehe zurück auf eine Freundschaft mit dem damaligen Asylbewerber Karl Nagy und der Familie Hauer. Nach einer Besichtigung der Zustände vor Ort war für Erna Hauer klar: „Hier muss unbedingt geholfen werden“.
Inzwischen ist es heuer das 36. Mal, dass Erna und Michael Hauer unzählige Hilfsgüter, angefangen von Lebensmitteln, Kleidung, Wäsche, Hygieneartikel, bis hin zu kompletten Krankenhausbetten gesammelt haben, um sie zu den Ärmsten der Armen in einer ländlichen Region Rumäniens zu bringen. Unter großen Strapazen und vielen Unannehmlichkeiten an der Grenze dauert eine einfache Fahrt zwei Tage für die rund 1700 Kilometer. Aktuell betreuen die Neustädter in einem Dorf neben vielen Familien noch zwei Kinderheime und ein Altenheim. „In diesen Heimen leben zum Teil auch Behinderte und Kranke, die vom dortigen Staat keinerlei Hilfe und Unterstützung bekommen“, berichtet Hauer den Senioren. In einem anderen Dorf hätten sie für damals noch 25.000 DM ein altes Haus gekauft, in dem sie acht Waisenkinder und acht Familien aufnehmen konnten.
Das Haus wird von den Bewohnern liebevoll „Haus Neustadt St. Georg“ genannt. Hauer erwähnte besonders, wie dankbar diese armen Menschen immer seien, was für sie und ihren Mann Ansporn sei, in ihrer Hilfsbereitschaft nicht nachzulassen.


















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