22.11.2021 - 14:31 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Erneute Anrufe von falschen Microsoft-Mitarbeitern

Dreiste Betrüger hatten mit ihrer Masche im Landkreis Neustadt Erfolg: Angebliche Microsoft-Mitarbeiter haben einen 59-jährige Frau wegen Probleme mit dem Rechner angerufen. Die Frau gab daraufhin sämtliche Passwörter preis.

Eine Frau aus dem Landkreis Neustadt wurde Opfer von dreisten Betrügern und gab ihnen sämtliche Passwörter heraus.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Erfolg hatten ziemlich dreiste Betrüger mit ihrer Masche bei einer 59-Jährigen aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab: Am 18. November erhielt die Frau einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Dieser gab an, dass ihr Rechner Fehler aufweise. Die Frau gewährte dem angeblichen „Microsoft-Mitarbeiter“ daraufhin Fernzugriff auf ihren Computer, sowie ihr Mobiltelefon. Im Laufe des Gesprächs hat sie laut Polizeiangaben ihrem Gegenüber am Telefon auch TANs zum Online-Banking weitergegeben.

Als sie aufgrund dieses Vorgehens im Nachhinein stutzig wurde, sperrte sie eigenständig ihr Bankkonto. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Betrüger zwar bereits einen dreistelligen Geldbetrag an fremde Konten überwiesen, jedoch konnten weitere angestoßene Überweisungen im mittleren vierstelligen Geldbetrag an verschiedene Konten zurückgehalten werden, schreibt die Polizei weiter. Die Kriminalpolizei Weiden führt nun zu diesem Fall die Ermittlungen.

So schützen Sie sich laut Polizei vor solchen Betrugsversuchen:

  • Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

Wenn Sie bereits Opfer wurden, rät die Polizei folgendes:

  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn runter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.
  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm auf Ihrem Rechner löschen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurück holen können.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Sie können den Betrugsversuch zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam

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