18.11.2019 - 11:47 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Freyung mit attraktiver Zukunft

Die CSU macht Pläne für Neustadts Zukunft. Dabei geht es um die Freyung, aber auch um Glas, Industrie, und deren -brachen, das Rathaus und manch andere Themen, die nach dem Willen der Christsozialen in Zukunft verwirklicht werden sollen.

Die CSU will die Dominanz des Autoverkehrs in der Freyung zurückdrängen und das Viertel lebenswerter machen. Von links: Josef Arnold, Marianne Lebegern, Simone Orlowski und Armin Aichinger.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Bereits vor eineinhalb Jahren hat das Team um Armin Aichinger bei einer Klausurtagung mit der Ideensammlung und deren Ausarbeitung begonnen, sagte der Bürgermeisterkandidat bei der offiziellen Vorstellung des Wahlprogramms zusammen mit der Vorsitzenden der Frauen-Union Marianne Lebegern, Fraktionssprecher Joe Arnold und stellvertretender Ortsvorsitzender Simone Orlowski. Herausgekommen ist eine Fortsetzung des Vertrauten und bereits begonnener oder angedachter Projekte für eine positive Zukunft aller Neustädter Bürger auch jeden Alters. "Auch die neuen Ideen beruhen auf den Arbeiten von Bürgermeister Rupert Troppmann und dem Stadtrat in den vergangenen elfeinhalb Jahren", so Aichinger.

Der Gedanke, die Freyung umzugestalten, existiere schon länger und sei auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erwähnt, betonte Arnold. Zusammen mit der Unteren Vorstadt könne man die Veränderung in den nächsten sechs Jahren gut angehen, und versuchen, die Straße auf der einen Seite zusammenzulegen und die andere durch Fußgänger und Gastronomie zu beleben.

Bei der Vorführung der alten Filme des Faschingsvereins habe man gesehen, dass die Fahrbahn auch früher anders durch die Freyung verlaufen sei. Außerdem schwinde künftig die Bedeutung von breiten Straßen, ergänzte Aichinger als Hintergrund für die Überlegung zur Steigerung der Attraktivität des Viertels, das man in das Sanierungsgebiet des Stadtkerns mit hineinnehmen wolle. Noch gebe es kein schlüssiges Gesamtkonzept, sagte Aichinger und war sich mit Arnold einig, dass man für die Planung auf jeden Fall die Bürger einbeziehen wolle.

"Auf gut deutsch heißt das Coworking-Spaces", schmunzelte Aichinger zu einem Konzept, Gewerberaum und leerstehenden Häusern zu schaffen. "Büros für kleine Firmen kann man auch in einem Altstadthaus anbieten, ohne große Flächen zu verbrauchen." Nicht nur beim Thema Gewerbegebiete, sondern auch bei der Energiegewinnung will Aichinger interkommunal denken. Beim Abwasserzweckverband mit Altenstadt und Störnstein arbeite man seit Jahrzehnten zusammen.

"Wenn ich kaum mehr Flächen für Baugebiete habe, muss ich die Stadt so attraktiv machen, dass niemand wegzieht", ist Aichinger überzeugt. "Die Schulen sind topp. Nun müssen wir uns die Freizeitanlage anschauen, überlegen, was möchten Jugendliche, was brauche Senioren." Für alle gelte es tragfähige Konzepte zu erarbeiten. Für die ältere Generation sieht er nach dem bevorstehenden Spatenstich für das Betreute Wohnen den Bedarf einer Tages- oder Kurzzeitpflege als Entlastung für Angehörige.

Ein Bürgerservice-Point im Rathaus soll eine kompetente Anlaufstelle im Rathaus werden. Weiter Vorstellungen betreffen einen "Glas-Zoigl-Natur-Weg", der Hochwasserschutz wird vorangetrieben, die Floss soll zum Naherholungsgebiet werden und die Sanierung der Industriebrachen läuft weiter. Einen möglichen Neubau des Landratsamtes an dieser Stelle nennt Aichinger ein Leuchtturmprojekt für dieses Areal.

"Wir hatten selten so viele gute Ideen von allen Kandidaten wie diesmal", lobte Stadtrats-Urgestein Arnold die Zusammenarbeit der CSU-Mannschaft. "Es zeigt, dass es offenbar attraktiv ist, im Stadtrat etwas zu bewegen." In dem Konzept für die nächsten Jahre solle sich jeder wiederfinden, der in Neustadt lebe, sagte Bürgermeisterkandidat Aichinger. "Da, wo wir alle leben, soll sich jeder wohlfühlen können."

Die CSU will die Dominanz des Autoverkehrs in der Freyung zurückdrängen und das Viertel lebenswerter machen. Von links: Marianne Lebegern, Simone Orlowski, Armin Aichinger und Josef Arnold.
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