10.06.2021 - 11:55 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Die Gramau rockt und schunkelt: Acht Serenaden in der Freizeitanlage Neustadt/WN

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Das Wort Absage hatten die Stadträte Anfang März für die Sommerserenaden in der Freizeitanlage Neustadt/WN bereits im Mund. Sie haben es sich anders überlegt. Nun stehen die Termine und die Künstler fest.

Let the good times roll - ohne Corona. Die King-Size-Combo, hier bei einem Konzert in Floß, bestreitet die zweite Serenade in der Freizeitanlage.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

"Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter", freut sich SPD-Fraktionssprecher Rainer Hetz. Der Stadtrat hat den Beschluss des Kulturausschusses bestätigt, ein Programm mit Sommerserenaden in der Freizeitanlage auf die Beine zu stellen, auch wenn das Damoklesschwert Corona weiter über den Köpfen baumelt. "Auf Sicht fahren", nennt Thomas Hauer (CSU) die Entscheidung. "Wichtig ist nicht, ob wir 250 oder 500 Leute reinlassen dürfen, sondern eine gewisse Normalität."

Zum Thema Besucherzahl muss die Stadt noch mit Biergartenpächter Ralf Möhrle verhandeln, der die Sitzplätze pandemiekonform ausrichtet. Der Rest steht: Tickets soll es nur über ein regionales Onlineportal geben, aber nicht an der Abendkasse, um Schlangen zu vermeiden. Ein Sicherheitsdienst soll aufpassen, dass alles geordnet abläuft. Gesungen und gespielt wird immer an Donnerstagabenden.

Für das Programm mit acht Gruppen und Solisten machte Bürgermeister Sebastian Dippold Kulturreferent Max Peter ein Kompliment. Es zeichnet sich durch Vielfalt aus - von Country bis Soul, von italienischen Canzoni bis zu bayerischer Volksmusik.

  • Den Auftakt am 1. Juli macht pez. Das steht ausnahmesweise nicht für Pressather Einkaufszentrum, sondern für den Singer-Songwriter Peter Geyer. Cap statt Cowboyhut und Hosenträger statt Lederstiefel zeigen, dass er Country und Folk etwas von Kenny Rogers und Woodie Guthrie entstauben will. Rock- und Pop-Elementen sowie eine Prise Humor würzen das Ganze ab. Der ehemalige Regensburger Domspatz hat schon einen Auftritt beim Taubertal-Festival und drei Singles im Stammbuch stehen.
  • Die King-Size-Combo aus Weiden und Umgebung hat im Pavillon der Freizeitanlage eines ihrer vielen Wohnzimmer in der Region. Am 8. Juli bittet sie dort zur Party. Die achtköpfige Truppe um Markus und Peter König bringt selbst den trägsten Fuß zum Wippen, wenn schon nicht zum schweißtreibenden Abtanzen vor der Bühne. Die Kings haben von Aretha Franklin bis zu den Rolling Stones und Jazz-Klassikern so ziemlich alles drauf, was gute Erinnerungen weckt. Mit viel Bläsern, exzellentem Gesang und Spielfreude haben sie dies bei zahlreichen Bürgerfesten oder Hochzeiten bereits bewiesen.
  • Go west an der Waldnaab. Die Mountaineros beschreiben sich so: Der Bandname ist eine Mischung aus „Mountain String Band“ und „Comancheros“. Die Cowboys aus Parkstein, Kemnath, Windischeschenbach und Weiden spielten alle schon in anderen Formationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Repertoire nennen sie "eine gesunde Mischung aus Country-Rock, traditioneller Country-Music und Country-Balladen". Zu hören am 15. Juli.
  • Keine Serenade ohne Heimspiel. Die Musikschule Neustadt will am 22. Juli zeigen, was man in den Proberäumen in der Stadthalle bei rund 20 Dozenten alles lernen kann. Jede Menge Instrumente zum Beispiel. Sechs Ensembles sind daraus bereits hervorgegangen. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Karl Wildenauer.
  • I Cantautori, zu deutsch die Liedermacher, wollen den 29. Juli mit einer Italienischen Nacht abschließen. Die Truppe gibt es als Trio und Quintett. Sie stammt aus dem Dunstkreis der Dolci Signori. Im Gegensatz zu deren harmlosem Eisbecher-Sound, huldigen die Cantautori den großen Songschreibern des Südens auf einer musikalischen Italienreise. Zuhörer lernen dabei in Genua Fabrizo de Andre kennen, in Bologna Lucio Dalla und in Neapel Pino Daniele.
  • Es darf auch mal eine Spur rauer zugehen. Am 5. August zelebriert Blue Haze den Blues, mal in der Chicago-Variante, mal mehr Texas-Shuffles, mal Rhythm & Blues und Bluesrock. Die Truppe um den Weidener Gitarristen Günter Hagn hat bereits mit Ana Popovic, Bernard Allison, Marla Glen, Dani Wilde, Hannes Ringlstetter und Lake auf der Bühne gestanden und in der Region eine treue Fangemeinde.
  • Forever young. Was die Rattles, Hollies und ja, die Beatles, für die ganze Welt sind, ist Rock Connection für Weiden und Umgebung. Ein Beat-Mythos aus einer Zeit, als Haare über den Ohren und Rocksäume oberhalb der Knie noch für Entrüstung und Diskussionen mit den Eltern sorgten. Inzwischen sind einige Bandmitglieder selbst im Großeltern-Alter. Die Lust am Grooven haben sie nie verloren. Rock'n'Roll ist eben unsterblich. Die Probe aufs Exempel steht am 19. August an.
  • Hawadere, die Neistedter Zoiglmusi hat die Pandemie auch gut überstanden. Bajuwarisches Lebensgefühl mit einer Brotzeit auf dem Teller und einer kühlen Halben in Reichweite ist das musikalische Metier des Trios. Seine Lieder wie den "Böhmischen Johann" oder das "Hehnerauch" garniert es mit dem einen oder anderen Witz zur Abschlussserenade am 26. August.

Mehr zu den Serenaden aus dem Kulturausschuss Neustadt/WN

Neustadt an der Waldnaab
Hintergrund:

Die Freizeitanlage Neustadt/WN

  • Errichtet 1987
  • Erweitert 1993
  • Campingplatz mit Biergarten, Jugendraum, Planschbecken, Feldern für Volleyball, Basketball und Fußball
  • 33 Stellplätze mit je 80 Quadratmeter
  • Demnächst Untersuchung des gesamten Areals wegen Altlastenverdacht

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