06.06.2019 - 15:29 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Grüne Entscheidungen

Die Natur darf den neuen Kreisverkehr beim DJK Sportplatz besiedeln. Nach guten Erfahrungen gibt der Stadtrat wilden Samen eine weitere Chance, ihr Gestaltungspotenzial zu beweisen. Auch in Sachen erneuerbare Energie gibt es grünes Licht.

Auf der Wildblumenwiese am Rastenhofer Weg blühen derzeit die Margeriten. Der Stadtrat hofft, dass ähnlich schöne heimische Pflanzen den Weg in die Mitte des Kreisels bei der DJK finden.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

"Schaut doch mal am Rastenhofer Weg, wie schön es da blüht", zitierte Bürgermeister Rupert Troppmann eine Biologie-Expertin aus dem Landratsamt. Sie habe vom Ansäen abgeraten, und stattdessen dafür plädiert abzuwarten, was der Wind an heimischen Blumen herantrage. "Wenn man ein Jahr wartet, und nicht so oft mäht, kommen Blumen, die in der Oberpfalz heimisch und für Insekten nützlich sind." Das Gremium nahm die Info auf eine Anfrage von Gerhard Steiner zur Kenntnis. Troppmann: "Probieren wir das doch mal aus." Eine Abstimmung war nicht nötig, alle Räte nickten nach den Ausführungen des Stadtoberhaupts zustimmend.

Mit einer Gegenstimme passierte der Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für zwei Freiflächen-Solaranlagen den Stadtrat. Für ein Areal bei Wöllershof zwischen Eisenbahn und Autobahn erfolgte der Beschluss einstimmig, beim zweiten Gebiet zwischen A93 und Breitem Weg votierte Bernhard Knauer dagegen.

Das Stadtgebiet sei sehr klein. Deshalb müsse man mit dem Grund sparsam umgehen, argumentierte der CSU-Mann. "Das Gebiet können wir anderweitig nutzen." Er schlug vor, eine Entscheidung mindestens um einen Monat zu verschieben, bis alternative Vorschläge von einem Planer für das Areal vorliegen. Sinnvoller für die Photovoltaikanlage sah Knauer einen Platz auf der anderen Seite der Autobahn an. Allerdings entstünden höherere Kosten, weil die Entfernung, um den Strom ins Netz einzuspeisen weiter sei.

Für Wohn- oder Gewerbebauung sei die Fläche nicht relevant, weil sie zu nahe an der Autobahn liege, sgate CSU-Sprecher Joe Arnold zu seiner persönlichen Meinung. "Eine Solaranlage ist hier genau am richtigen Platz." Von einer einmaligen Chance, dass Neustadt eine alternative Stromgewinnung bekomme, sprach Rathauschef Troppmann. Für ein Gewerbegebiet sei das 16.00 Quadratmeter große Areal zu klein. "Pipifax!"

"Flächensparen steht ganz oben auf der Agenda bei Bevölkerung und im Landtag", betonte Annette Karl (SPD). "Wir können nicht immer Flächen auf Halde bereithalten." Es sei deshalb eine gute Idee, hier in die Energiewende einzusteigen und das Areal nicht zu versiegeln. Gerhard Steiner (Freie Wähler) war es wichtig, dass bei einer Realisierung örtliche Firmen beteiligt werden.

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