22.08.2019 - 17:54 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Gymnasium Neustadt: Abschluss der Renovierung verzögert sich

Der Abschluss der Renovierungsarbeiten am Schulgebäude des Gymnasiums in Neustadt/WN verzögert sich erheblich. Aus dem Frühjahr 2020 wird das Frühjahr 2021. Eine ausführliche Begründung für diese Verzögerung nennt der Landkreis nicht.

Beim ersten Bauabschnitt ist ein Großteil der Betonfassade aus den 1970er-Jahren hinter spiegelnden Alu-Verbundplatten verschwunden. Bis zu den Herbstferien sollen die Arbeiten in diesem Bereich fertig sein, erklärt Kreisbaumeister Werner Kraus. Die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt sollen bis Frühjahr 2021 andauern.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

In der neuen Fassade des Gebäudes spiegeln sich der weiß-blaue Himmel und das Grün der Bäume, die vor dem Neustädter Gymnasium in die Höhe ragen. Ein Lieferant blickt sich um. Er möchte Material für die laufenden Arbeiten liefern. Diese werden nun doch länger andauern, als geplant. Noch im April hatte es geheißen, die Renovierungsarbeiten am Gebäude sollten bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Nun schreibt Kreisbaumeister Werner Kraus auf Anfrage von Oberpfalz-Medien: "Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts ist im Frühjahr 2021 geplant." Damit verzögert sich der Abschluss der Arbeiten am Schulgebäude um ein ganzes Jahr.

Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte eingeteilt: zunächst eine Gebäudehälfte, dann die zweite und zuletzt die Sporthalle. "Derzeit und in den nächsten Wochen" fänden in den Klassenräumen im ersten Bauabschnitt Schreiner-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie technische Installationen für Heizung, Lüftung und Elektronik statt, berichtet Kraus. "Verzögerungen gibt es bei der Lieferung von Lüftungskomponenten für die Aula." Als Grund nennt er, dass vereinbarte Fristen von den Zuliefererfirmen trotz rechtzeitiger Bestellung nicht eingehalten würden. Der erste Bauabschnitt, zu dem die Mehrzahl der Klassenräume, der Verwaltungstrakt, die Aula und der Eingangsbereich gehören, solle nun bis zu den Herbstferien 2019 fertig werden. Danach folgt der zweite Bauabschnitt.

Möglichst geringe Lärmbelastung

Für Schüler und Lehrer solle laut Kraus die Lärmbelastung trotz der Arbeiten möglichst gering ausfallen. So sei die Aufteilung in zwei Bauabschnitte "in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Schule" erfolgt. Nach dem Bezug des wesentlich größeren ersten Bauabschnitts stünden mehr Räume zur Verfügung als in dem mit Interimsräumen erweiterten zweiten Bauabschnitt, der überwiegend Fachräume für den Physik-, Chemie-, Biologie- und Musikunterricht enthalte. Dadurch werde eine deutliche Entspannung im Unterrichtsbetrieb erwartet.

Wann die Klassen in den ersten Bauabschnitt umziehen, entscheide die Schule. Zudem schreibt Kraus, dass die Arbeiten so geplant worden seien, dass im gesamten Zeitraum "die Störungen durch Baulärm so gering als möglich" gehalten würden. So seien Abbrucharbeiten auf die Ferien beziehungsweise außerhalb von Prüfungszeiten gelegt worden. Die geschätzten Gesamtkosten für die Sanierung des Gymnasiums lägen bei rund 18,5 Millionen Euro, der Förderanteil aus FAG- und KIP-Mitteln bei etwa 8,8 Millionen Euro.

Sanierung der Dreifachturnhalle

Im Oktober diesen Jahres soll die förderrechtliche Genehmigung für die Sanierung der Dreifachturnhalle bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht werden. Man gehe davon aus, dass im Sommer 2020 mit den Arbeiten begonnen werden könne. Die Frage, wo die Schüler im kommenden Schuljahr ihren Sportunterricht haben werden, ist laut Kraus "noch nicht endgültig geklärt". "Im Zusammenhang mit der Planung der Generalsanierung der Dreifachturnhalle wird auch ein Terminplan erstellt."

Voraussichtlich würden die Funktionsbereiche in einem ersten Abschnitt saniert und der Hallenbetrieb könne wohl über den Winter aufrechterhalten werden. Die Umkleide- und Waschräume, WCs und Geräteräume sollen durch Zwischenlösungen ersetzt werden. Mit Beginn der Freiluftsaison soll die Sanierung der Halle selbst beginnen. "Die Terminplanung wird nach den Sommerferien mit den Verantwortlichen der Schule noch abgestimmt. Die Kosten für die Sanierung der Dreifachturnhalle werden noch ermittelt. Diese werden aber deutlich unter den Neubaukosten liegen."

Offen bleibt die Frage nach den genauen Ursachen, weshalb die Arbeiten gleich ein Jahr länger dauern als ursprünglich vorgesehen. Reinhard Schmid von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landratsamtes in Neustadt schreibt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: "Wir denken, die von Kreisbaumeister Kraus dargelegte Begründung müsste Ihnen ausreichen." Der Kreisbaumeister habe bereits "mehrfach detaillierte Informationen zur Sanierung des Gymnasiums Neustadt" erteilt. "Es ist eben so."

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