Inthronisationsball in Neustadt: Fasching erwacht aus Pandemieschlaf

Neustadt an der Waldnaab
15.01.2023 - 13:35 Uhr

Der Neustädter Fasching kehrt zurück: Bürgermeister Sebastian Dippold musste die Stadtkasse aus den Händen geben. Nach dem offiziellen Inthronisationsball regieren in Neustadt nun die Narren.

von KRB

Der Verein Neustädter Faschingszug ist zurück. „Eitz owa“ (jetzt aber), ein Motto, das die ganze Situation nicht hätte besser beschreiben können. Mehr als 400 Gäste in der ausverkauften Stadthalle, über 100 Aktive, toll aufgelegte Garden und mit Jürgen Trescher ein Vorsitzender, dem man die Anspannung anmerken konnte. Doch alles lief bestens: Der Neustädter Fasching ist zurück.

Es war eigentlich so, als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Die Prinzenpaare wurden in der Wartezeit etwas älter, dafür glänzten das Kinderprinzenpaar Isabell II. und Moritz I. sowie Prinzessin Elena I. vom Tafelberg (Elena Fukerider) sowie Patrick I. vom Schamottgestein (Patrick Zeitler) umso mehr. Wie immer wurde diese tolle Stimmung durch die roten Rosen der Gärtnerei Steinhilber unterstrichen, die alle Damen zu Beginn überreicht bekamen.

Warten hat sich gelohnt

„Die Mühen und Sorgen haben sich gelohnt. Drei Jahre warten und doch noch dabei“, konnte Trescher erleichtert feststellen. Er freute sich auch, dass die befreundeten Faschingsgesellschaften aus Vohenstrauß und Windischeschenbach nach Neustadt gekommen waren. Bei der eigentlichen Inthronisation der beiden Prinzenpaare durften dann die Zepter aus Bleikristall der Firma FX Nachtmann nicht fehlen. Sie sind das Markenzeichen der Neustädter bei all ihren auswärtigen Auftritten. Die beiden Regenten betonten, dass es viel aufzuholen gibt und 50 Jahre Faschingsprinzenpaare gefeiert werden kann.

Und dann durfte Bürgermeister Sebastian Dippold erstmals die „lau“ gefüllte Stadtkasse überreichen. „Der Stadtsäckel muss abspecken, trotzdem feiert die Kreisstadt wie gewohnt.“ Dafür bekamen er und seine Lebensgefährtin Maria die ersten beiden Orden. Was dann folgte, war ein Programm gespickt voll Höhepunkten. Entzückend die beiden Kindergarden, toll die zwei Jugendgarden.

Ihre Soloauftritte hatten das Jugendfunkenmariechen Klara Vollath sowie Funkenmariechen Line Bayer. Beide glänzten durch akrobatische Darbietungen. Wie alle Jahre bestens aufgelegt präsentierte sich die Prinzengarde. Nicht nur bei ihrem Gardetanz sondern auch beim Showtanz mit dem Motto „80er Jahre“ beeindruckten die Mädels.

Viele Faschingsorden verliehen

Doch was wäre der Neustädter Fasching ohne den Auftritt des Elferrates? Sie hatten sich als Motto „Die Oskars der Filmindustrie“ ausgesucht. Filme wie „Ghost Busters“ oder „Der Fluch der Karibik“ bildeten hierzu einen perfekten Hintergrund. Ein Lob darf man auch der Band des Abends „Big Party Orchester“ aussprechen, die das Publikum auf der Tanzfläche bestens unterhielt.

Zahlreiche verdiente Ballbesucher wurden wie jedes Jahr mit dem Faschingsorden ausgezeichnet. Vom Landesverband Ostbayern war Präsident Arthur Troidl zum Ball gekommen. Er hatte einige Ehrenorden mitgebracht. So erhielten den LVO-Ehrenorden Kevin Hammer, Julian Kuttner, Tina Frimberger, Sandra Bieniok, Marie Spachtholz, Andreas Frischholz und Andreas Rossmann. Das LVO-Ehrenzeichen (Steckkreuz) wurde verliehen an Sabine Schuller, Barbara Huber, Stefanie Bauer-Riebl und Jeanette Vogl. Eine außergewöhnliche Auszeichnung ging an Faschingsurgestein Bernhard Lang. Er erhielt den Verdienstorden des BDK in Silber.

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