Neustadt an der Waldnaab
30.05.2018 - 10:45 Uhr

Kameradschaft macht alles wett

Kreisbrandrat Richard Meier nimmt seine engsten Mitarbeiter mit in den Ruhestand. Sie machen geschlossen Platz für eine neue Generation. Sollte es hinter den Kulissen Unruhe gegeben haben, hat diese die Verabschiedung nicht beeinträchtigt.

Kreisbrandrat Richard Meier setzt seine Unterschrift unter ein Kapitel Feuerwehrgeschichte im Landkreis. Mit im Bild die scheidenden Kreisbrandinspektoren Uli Kraus (2.v.l.) und Hans Rewitzer (4.v.l.), jeweils mit ihren Frauen; rechts Landrat Andreas Meier neben der Frau des Kreisbrandrates. eig
Kreisbrandrat Richard Meier setzt seine Unterschrift unter ein Kapitel Feuerwehrgeschichte im Landkreis. Mit im Bild die scheidenden Kreisbrandinspektoren Uli Kraus (2.v.l.) und Hans Rewitzer (4.v.l.), jeweils mit ihren Frauen; rechts Landrat Andreas Meier neben der Frau des Kreisbrandrates.

Zusammen mit dem Kreisbrandrat wurden in der Kapelle des Landratsamtes auch die Kreisbrandinspektoren Uli Kraus und Hans Rewitzer verabschiedet. Kreisbrandmeister Markus Kindl, der ebenfalls zurückgetreten ist, war entschuldigt. Landrat Andreas Meier, der für den Festakt seinen Urlaub unterbrochen hat, unterstrich mehrfach das Wort Kameradschaft. Dieses werde im Inspektionsbezirk sehr groß geschrieben, und diese Kameradschaft werde auch helfen, über Dinge hinwegzusehen und unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren.

Jeden Tag das ganze Jahr

Vor den versammelten Kreisbrandmeistern aus allen Teilen des Landkreises und dem neuen Kreisbrandrat Marco Saller dankte der Landrat in der Kapelle des Landratsamtes mit herzlichen Worten für das herausragende Engagement der drei Männer, die jahrelang 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag für den Notfall zur Verfügung gestanden waren.

Darüber hinaus hätten sie als Führungskräfte auch noch die besondere Verantwortung gehabt, ihren Kopf und ihren guten Namen hinhalten zu müssen für mitunter schwerwiegende Entscheidungen. Denn es habe sich viel geändert in den vergangenen Jahrzehnten. Allein der vorbeugende Brandschutz bei Neubauten berge eine Vielzahl von Fallstricken für den Feuerwehrfachmann, der darüber zu entscheiden habe. Teil der Verantwortung sei jedoch auch, zu gegebener Zeit den Stab weiterzureichen, sagte der Landrat. Denn auch ein Führungsamt bei der Feuerwehr sei nur ein Amt auf Zeit, wenn auch eines, bei dem mitunter Leib und Leben riskiert werde. Umso bedauerlicher sei es, wenn heute ehrenamtliche Helfer nicht mehr respektiert, sondern sogar attackiert würden.

Der Landrat bat die ausscheidenden Feuerwehrmänner, die alle drei nun einen Ehrentitel führen dürfen, den Feuerwehren im Landkreis erhalten zu bleiben, ihre Erfahrungen weiterzugeben und den Nachwuchs zu motivieren.

Von Kreisbrandrat Meier wisse er, so sagte der Landrat gleichen Namens, dass dieser in den 18 Jahren seiner Amtszeit keine leichte Aufgabe gehabt habe. Auf vielen gemeinsamen Fahrten - Meier, der Feuerwehrmann, chauffiert seit Jahrzehnten die Landräte des Landkreises - sei man zwangsläufig immer wieder auf das Thema Feuerwehr zu sprechen gekommen. Und dabei sei man sich immer einig gewesen, dass "Brandschutz nicht verhandelbar ist".


Höhere Strafen gefordert

Der scheidende Kreisbrandrat betonte seinerseits mehrmals, wie stolz er sei auf die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis. "Unsere Feuerwehren sind beispielhaft", sagte er. Gleichzeitig forderte Meier höhere Strafen für Attacken auf Hilfskräfte. Seinem Nachfolger sicherte er seine Unterstützung zu: "Marco, das wird keine leichte Aufgabe."

Ein ganz besonderes Lob bekam an diesem Abend der Katastrophenschutz-Sachbearbeiter des Landratsamtes, Klaus Lotter, zu hören. Als "deutschlandweit einmalig" bezeichnete der scheidende Kreisbrandrat Lotters Arbeit im Hintergrund.

 
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