Am Eck des Spielgartens von St. Joseph gegenüber der Kinderkrippe soll ein kleiner Holzschuppen mit Abstellraum und WC hingebaut werden. Es geht um ein rund 30.000 Euro teures Gebäude mit 16 Quadratmetern Grundfläche und einer Höhe von 2,5 Metern. So hat es der Stadtrat bereits im Januar beschlossen. Die CSU hatte schon damals dagegen gestimmt.
In der jüngsten Sitzung griff deren Fraktionssprecher Thomas Hauer das Thema erneut auf und kritisierte den geplanten Standort, der ihm ein Dorn im Auge sei. "Es macht keinen Sinn, das jetzt aufzustellen und in drei Jahren wieder zu versetzen." Unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges beantragte die CSU, dass das WC-Häuschen an einen anderen Standort auf dem Gelände kommt. Hauer: "Uns ist klar, dass das zum jetzigen späten Zeitpunkt mit Problemen verbunden ist." Unstrittig ist in den drei Fraktionen die Notwendigkeit der Toilette.
Am Ende einer längeren Diskussion war klar, dass das Ansinnen im Gremium wenig Aussicht auf Erfolg haben werde. Gerhard Steiner (FW) hatte darauf hingewiesen, dass aus formalen Gründen eine sofortige Abstimmung nicht möglich sei und erst in der nächsten Sitzung erfolgen könnte. "Ich denke herauszuhören, dass SPD und Freie Wähler dem Antrag nicht zustimmen werden", formulierte Bürgermeister Sebastian Dippold nach der Aussprache. Bis zur nächsten Sitzung werde sich wenig ändern an einem potenziellen Abstimmungsergebnis, fasste auch CSU-Urgestein Joe Arnold, die Meinungsbildung zusammen. "Die Verwaltung weiß, dass es nichts wird und braucht wohl auch nicht tätig zu werden."
Einig waren sich alle Redner, dass es keine zusätzlichen, hausgemachten Verzögerungen bei der Fertigstellung der Kindergartensanierung geben dürfe. Da diese aber bei einer Umplanung zu befürchten seien, sei der so Steiner "nicht ideale Standort" zweitrangig. "Ich sehe kein Problem, das Häuschen in ein paar Jahren zu versetzen", meinte Heribert Schubert (SPD). Wenn man an dieser Stelle ein Spielgerät hinstelle, sei es ähnlich aufwendig, dieses samt Betonfundament zu versetzen, ergänzte sein Fraktionskollege Achim Neupert. Karl Meier (FW) verwies darauf, dass sowohl die Fertigstellung als auch die Schlussrechnung der Kita wegen der Zuschüsse in diesem Jahr erfolgen müsse.
Der Start für den Umbau der Außenanlagen von St. Joseph auf beiden Seiten der Straße Am Schulbühl wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Am 24. Juni hatte der Bürgermeister bei der Firma Westfalia im Zuge einer Eilentscheidung Spielgeräte im Wert eines mittleren fünfstelligen Eurobetrags bestellt, um nicht Gefahr zu laufen, den Zeitplan für die Installation der Außenanlagen zu gefährden. In acht bis zwölf Wochen sollten die Mädchen und Buben Rutschenturm, Hangelbrücke, Zweifachreck, Vogelnestschaukel, Kletterwand, Matschtisch und die anderen neuen Spielgeräte nutzen können, antwortete Dippold auf Hauers Frage nach dem Zeitplan.
Die Neuanschaffungen aus Recyclingkunststoff sollen verwitterungsbeständiger sein, als die bisherigen aus Holz, die komplett ersetzt werden. Kindergartenleiterin Katharina Pfistermeister betont, dass alle derzeit genutzten vor rund zehn Jahren gekauften Geräte vom TÜV abgenommen sind. Sie bedauert, dass der bei den Kindern beliebte Hügel weichen müsse, weil der Ablauf immer wieder verschlamme. Während des Umbaus im Sommer stehe immer ein Garten für die Mädchen und Buben zum Klettern, Buddeln und Toben zur Verfügung, während im anderen die Arbeiter werkeln.
Baustoffmangel verzögert Sanierung von St. Joseph
- Stromkabel vom Großhändler nicht lieferbar
- Manche Handwerker verlassen Baustelle, weil kein Material da ist
- Fertigstellung frühestens September
- Neuangelieferte Möbel müssen zwischengelagert werden























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