20.12.2019 - 16:57 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Kinderlachen zum Beruf machen

In keinem anderen Bereich ist der künftige Fachkräfteengpass so dramatisch wie im Bereich Erziehung und Lehre. Eine neue Ausbildungsrichtung wie am Beruflichen Schulzentrum Neustadt/WN soll Abhilfe schaffen.

Landrat Andreas Meier, Bildungskoordinator Christian Frey sowie Elke und Roland Kusche vom Beruflichen Schulzentrum planen eine neue Qualifizierungsmöglichkeit.
von Externer BeitragProfil

73.000 unbesetzte Stellen. So hoch schätzt die IHK Oberpfalz-Kelheim den Fachkräfteengpass in ihrem Gebiet im Jahr 2025 für den Bereich Erziehung, Lehre, Gesundheit und Soziales ein. Das ist fast eine Verdoppelung des aktuellen Werts von 44.000 offenen Stellen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Grund genug für die zuständigen Bayerischen Ministerien bereits jetzt tätig zu werden. Mit einem Schulversuch will man präventiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken, neues Personal gewinnen und bestehendes weiterqualifizieren, wie es weiter heißt. Der etwas holprige Titel: Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung.

Die staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik des Beruflichen Schulzentrums Neustadt/WN bietet diese attraktive, flexible und effiziente Weiterbildung an. Der Landkreis unterstützt die Schule dabei. „Als familienfreundlicher Landkreis wollen wir mit einer gut ausgestatteten Betreuung im Grundschulbereich punkten. Dazu gehört in erster Linie ausreichendes und gut ausgebildetes Personal“, begründet Landrat Andreas Meier das Engagement seines Hauses.

Der Startschuss fällt laut Mitteilung zum Schuljahr 2020/21. Die Qualifizierung lässt sich sowohl in zwei Jahren Vollzeit als auch in drei Jahren Teilzeit absolvieren. Das letzte Jahr besteht immer aus einem vergüteten Berufspraktikum. Selten kommt man schneller von der Theorie in die Praxis. Welche Arbeitsfelder stehen den Fachkräften offen? In erster Linie der offene und gebundene Ganztag sowie die Mittagsbetreuung an Grundschulen. Aber auch die Nachmittagsbetreuung, auf die es ab dem Jahr 2025 einen Rechtsanspruch geben wird. Bereits jetzt wird der Bedarf sowohl von Schulen als auch von Trägern als hoch und weiter steigend eingeschätzt. Um seine beruflichen Aussichten muss man sich bei erfolgreichem Abschluss also keine Sorgen machen, wie es heißt. Außerdem kann man sich die Qualifizierung auch für die Erzieher-Ausbildung anrechnen lassen.

Interessierte können sich auf der Webseite: www.new-fachkraft.de genauer informieren. Am Donnerstag, 23. Januar, um 18 Uhr findet außerdem eine Informationsveranstaltung im Beruflichen Schulzentrum/WN. Bei Bedarf an Kinderbetreuung an diesem Termin können sich Interessierte vorab unter Telefon 09602/944030 am Berufsschulzentrum melden.

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