15.07.2020 - 09:58 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Kreisjugendamt Neustadt/WN nicht erst seit Coronakrise stark gefordert

Erst war die Kommunalwahl, dann der Lockdown. Der neue Jugendhilfeausschuss des Landkreises kam erst am Dienstag erstmals zusammen. Ein Thema ließ nicht lange auf sich warten.

Mitarbeiter des Jugendamts müssen flexibel sein und in alle Richtungen denken.

Nachdem sich die festen Mitglieder aus Kreisräten, Verwaltung und Mitgliedern freier Träger der Jugendarbeit gegenseitig kurz vorgestellt hatten, stand bald schon das Coronavirus im Mittelpunkt.

Sonja Reichold (Grüne) wollte wissen, ob während des Lockdowns die Jugendämter verstärkt hätten eingreifen müssen, weil Familien mit der Situation nicht zurechtkamen. Jugendamtsleiterin Andrea Höning antwortete mit Nein. Die Coronakrise habe keine steigende Zahl von Kindswohlgefährdungen gebracht, allerdings hätten die Mitarbeiter des Amts deswegen bereits im Januar und Februar mehr als üblich zu tun gehabt.

Uli Münchmeier (CSU) fragte, wie sich das Infektionsgeschehen auf die Ferienaktionen auswirken werde. Rupert Seitz, der Vorsitzende des Kreisjugendrings (KJR), erklärte, dass vieles auf Tagesveranstaltungen reduziert werde, etwa Ausflüge. KJR-Geschäftsführer Martin Neumann ergänzte, dass es dazu viele Vorgaben aus dem Familienministerium gebe. "Alles davon muss man auch nicht verstehen." Stephan Müller von "Learning Campus" berichtete, dass seine Institution gar nicht alle Interessenten für Ferienaktionen aufnehmen könne, so hoch sei die Nachfrage. "Vor allem im Bereich Eschenbach und Altenstadt/WN."

Beschlüsse fasste der Ausschuss auch noch. Einstimmig sprach er sich dafür aus, die Katholische Ehe- und Familienberatung in Weiden jährlich bis 2026 mit 6500 Euro zu unterstützen. Im gleichen Zeitraum erhält die Katholische Jugendstelle Weiden pro Jahr 5500 Euro und die Evangelische Jugend im Dekanat 4000 Euro. Die unterschiedlichen Sätze haben mit dem proportionalen Anteil der jeweiligen Konfession an der Einwohnerschaft zu tun, hieß es auf Nachfrage von Sonja Reichold.

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