14.10.2020 - 16:32 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Landkreis Neustadt/WN beteiligt sich an Tierheimneubau

Der Kreisausschuss spricht sich einstimmig für eine finanzielle Beteiligung am Neubau des Tierheimes in Weiden aus. Auch für Listenhunde ist eine vorübergehende Lösung vorgesehen.

Listenhunde waren im Tierheim Weiden bisher nicht zu finden. Das könnte sich mit dem Neubau ändern, denn zumindest eine interimsweise Unterbringung soll dann möglich sein.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Nachdem alle 38 Landkreis-Kommunen ihre Unterstützung für einen Neubau des Tierheimes in Weiden zugesagt haben, zog nun der Kreisausschuss nach. Das Gremium beschloss einstimmig, dass sich der Landkreis an den Kosten beteiligt. Rund vier Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt. 500.000 Euro davon trägt der Tierschutzverein. Die restlichen 3,5 Millionen Euro teilen sich die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN.

Der Landkreis wird sich mit jährlich 0,50 Euro pro Einwohner beteiligen. Die Kommunen sind bei einer Laufzeit von 20 Jahren mit 0,70 Euro je Einwohner mit im Boot. Für die Gemeinden ist darüber hinaus eine Fundtierpauschale von einem Euro je Einwohner und Jahr vorgesehen. Landrat Andreas Meier wies darauf hin, dass der Bau eines Tierheimes an sich keine Aufgabe des Landkreises sei, doch man folge hier mit einem Investitionszuschuss der zugesagten Unterstützung aus allen 38 Kommunen. Auf Basis der aktuellen Einwohnerzahl beträgt die Beteiligung des Landkreises am Neubau damit jährlich 47.200 Euro.

Vor der Abstimmung fragte Edgar Knobloch nach, ob eine Abgabe von Listenhunden der Kategorien 1 und 2 wieder möglich sein werde. Karlheinz Budnik, Vorsitzender des Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetags, wies darauf hin, dass Listenhunde im Neubau grundsätzlich aufgenommen werden können. Das alte Tierheim hatte gar nicht die baulichene Voraussetzungen, um diese Hunde zu beherbergen. Aber eine Aufnahme von Listenhunden sei auch beim Neubau nur in einem gewissen Maß und für eine gewisse Zeit möglich.

Alle 38 Landkreis-Kommunen unterstützen Tierheimneubau

Weiden in der Oberpfalz

Dass die Unterbringung von Listenhunden kostspielig sein kann, musste die Stadt Weiden feststellen. Für einen Dog-Argentino Rüden, der im Hundezentrum Mittelfranken untergebracht werden musste, zahlte die Stadt 35 Euro pro Tag, also bis zu 1085 Euro im Monat.

„Derzeit gibt es keine Möglichkeit diese Hunde im Tierheim Weiden unterzubringen. Bei einem Neubau sind entsprechende Zwinger vorgesehen. Wir sich das aber dann genau gestaltet, muss mit der Amtstierärztin geklärt werden“, erklärt Mariele Junak, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Allerdings halten sich die Fälle, in denen Listenhunde untergebracht werden müssen in den vergangenen Jahren in Grenzen. Sie werden bisher an verschiedene andere Einrichtungen weitergegeben.

Die Information, dass alle 38 Gemeinden und auch Landkreis sich für eine Unterstützung des Neubaus ausgesprochen haben, freut sie: „Da muss ich mich bedanken. Vor allem auch bei Bürgermeister Budnik aus Windischeschenbach, der sich sehr für uns eingesetzt hat.“ Junak erklärt, dass nun zunächst alles vertraglich geregelt werden müsse, danach gehe es an die genaue Planung für den Neubau.

 

 

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