29.07.2020 - 12:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Moosbacher Feuerwehr ist bereit für Katastropheneinsatz in Schweden

Die Moosbacher Feuerwehr hat ein neues Fahrzeug. Einsätze können die Wehr damit nicht nur in Isgier, Moosbach oder Weiden fahren sondern bis nach Rosenheim, Österreich oder sogar Schweden führen.

Nachdem Kreisbrandrat Marco Saller (von links) die Besonderheiten des neuen Katastrophenschutzfahrzeuges erläutert hat, nimmt der Moosbacher Kommandant Markus Landgraf den Schlüssel von Landrat Andreas Meier entgegen.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Das neue Löschgruppenfahrzeug LF20-KatS sieht für den Laien von außen kaum anders aus, als jedes andere neue Feuerwehrauto. Und doch ist der 300.000 Euro teure Stolz der Moosbacher Wehr ein ganz besonderes. Ein paar Aufschriften "Bevölkerungsschutz" weisen es als Bundesfahrzeug für den Katastrophenschutz aus. In Moosbach ist es stationiert, wird es gehegt und gepflegt. Dass die Aktiven dies gut tun, hätten sie bei der strapaziösen Abholung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn ebenso bewiesen wie beim anschließenden Putzen bis früh um halb drei. Schließlich sollten bei der Schlüsselübergabe und der Segnung keine toten Fliegen den Glanz des Lackes verdecken, dankte Moosbachs Bürgermeister Armin Bulenda.

Zum Einsatz kommt der Lastwagen bei allen örtlichen Hilfeleistungen, aber auch darüber hinaus im kompletten Landkreis und der Stadt Weiden sowie bei Katastrophenfällen in Bayern, Deutschland und ganz Europa. „Wir sind dafür gut gerüstet“, erklärte Kommandant Markus Landgraf. Im Markt gebe es insgesamt zehn Feuerwehren mit rund 200 Aktiven. Sollte es zu einem größeren Einsatz mit weiter Anfahrt und längerer Dauer kommen, sei die Tageseinsatzbereitschaft zu Hause dennoch sichergestellt. Schließlich könnten die neun Feuerwehrleute nicht nur aus einer sondern aus mehreren der Moosbacher Ortswehren zu einem Katastropheneinsatz wie dem Hochwasser in Deggendorf oder dem Schneechaos in Österreich entsendet werden.

Ehrungen bei der Feuerwehr Moosbach

Moosbach

Deshalb sprach Landrat Andreas Meier bei der offiziellen Übergabe auch nicht von einem Geschenk für die Moosbacher, sondern einem Arbeitsgerät. „Ihr habt Euch bereiterklärt, es zu besetzen und auch bei einem überörtlichen Ernstfall zum Einsatz zu bringen.“ Der Bund hat das Fahrzeug komplett bezahlt und übernimmt künftige Wartungskosten. Für die Ehrenamtlichen in Moosbach bedeute dieser Freudentag der Übergabe und Segnung eine neue Verpflichtung und die Aufgabe, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Meier wünschte ihnen dabei stets unfallfreie Fahrt und unfallfreie Einsätze.

Die Feuerwehr Moosbach hat sich bereiterklärt, das Katastrophenschutzfahrzeug zu besetzen, es zu hegen und zu pflegen und auch bei einem überörtlichen Ernstfall zum Einsatz zu bringen.

Andreas Meier

Andreas Meier

Zum Hintergrund Anschaffungen für den Katastrophenschutz

Moosbach

Ausgestattet ist der 200 Kw oder 272 PS starke Mercedes Benz mit einem Rosenbauer-Aufbau mit einer Tragkraftpumpe und 610 Metern B-Schläuchen. "Das ist mehr Schlauchmaterial als in einem vergleichbaren normalen Feuerwehrauto", erläuterte Kreisbrandrat Marco Saller. Dazu kommt ein Tank mit 1000 Litern Wassern, eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute sowie die Ausrüstung für vier Atemschutzträger, ein Stromerzeugeraggregat und weiteres Equipment für die technische Hilfeleistung.

Die Feuerwehr Moosbach ist zur Schlüsselübergabe des neuen Katastrophenschutzfahrzeuges mit großer Mannschaft vor das Landratsamt angerückt.
Kreisbrandrat Marco Saller und Landrat Andreas Meier stellen das neue Katastrophenschutzfahrzeug vor.

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