30.09.2021 - 11:30 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustadt muss weiter auf Spielstraße warten

In der Kreisstadt gibt es bisher noch keinen verkehrsberuhigten Bereich. Daran ändert sich auch nach der jüngsten Sitzung des Bauausschusses nichts.

Im Wohngebiet Kiebitzweg/Am Wieselbrunnen wünschen sich Anlieger einen verkehrsberuhigten Bereich wünschen. Der Bauausschuss sieht jedoch an dieser Stelle keinen Bedarf.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Drei Ortstermine standen auf der Tagesordnung der Bauausschuss-Sitzung am Dienstag. Einer davon führte das Gremium ins Wohngebiet Kiebitzweg/Am Wieselbrunnen. Dort würden sich Anlieger zum Schutz von Kindern und Fußgängern einen verkehrsberuhigten Bereich wünschen. Da es in der Kreisstadt bisher keine solche Zone – auch bekannt als Spielstraße – gibt, würde dies "Neustadt generell gut zu Gesicht stehen", meinte Bürgermeister Sebastian Dippold. Allerdings gelte auf den engen Straßen in dem Viertel bereits Tempo 30. Es gebe kaum Durchgangsverkehr, ein Unfallschwerpunkt sei bisher ebenfalls nicht auszumachen gewesen. Daher sah das Gremium hier keinen Bedarf für eine weitere Verkehrsberuhigung.

  • Urnenbaum für Friedhof

Begonnen hatte die Zusammenkunft auf dem städtischen Friedhof. Auf der Grünfläche gegenüber der Urnenwand, die aktuell noch nicht voll belegt sei, wäre Platz für mindestens einen Urnenbaum. Ähnlich wie in Störnstein könnten Bodenplatten mit Urnengräbern im Halbkreis oder oval um einen Baum angeordnet werden, informierte der Rathauschef. Der Bauausschuss war grundsätzlich nicht abgeneigt, wünschte sich jedoch eine Skizze oder einen Entwurf, um sich das Ganze besser vorstellen zu können. Die Verwaltung soll dies nun vorbereiten.

Auf dem Störnsteiner Friedhof gibt es schon einen Urnenbaum

Störnstein
  • Erste digitale Tafel in Mittelschule

In der Mittelschule machte sich das Gremium schließlich ein Bild vom umgebauten Physikraum. Dank der ersten digitalen Tafel in der Bildungseinrichtung sei das Zimmer eines der modernsten auf dem Schulhügel, fand Dippold. Architekt Georg Binner informierte über den Ablauf der Arbeiten, die in den Pfingstferien begonnen hatten. Unter anderem habe der Raum eine Schallschutzdecke und einen neuen Bodenbelag bekommen, außerdem seien die Wände neu verputzt worden. Die Abrechnung sei noch nicht fertig, werde aber mit 103.000 bis 105.000 Euro unter den 106.000 Euro bleiben, für die ein Förderantrag gestellt worden sei, sagte Binner. Am Ende seiner Ausführungen überreichte er dem Bürgermeister eine Spende für die Schule. Lehrer und Bauausschussmitglied Martin Filchner ergänzte, dass der Raum künftig flexibel genutzt werde, der Schwerpunkt liege jedoch auf Physik.

  • Rathaus braucht neue Notbeleuchtung

Zu den weiteren Beratungen ging es ins Pfarrheim. Dippold berichtete, dass die Notbeleuchtung im Rathaus erneuert werden müsse. Die Anlage könne technisch nicht mehr gewartet werden, Ersatzteile gebe es ebenfalls nicht mehr. Einstimmig beschloss der Bauausschuss, Angebote einzuholen.

  • Für Verkehrsspiegel

An der Theisseiler Straße soll entgegen der Einschätzung von Behörden ein Verkehrsspiegel aufgestellt werden. Landratsamt und Straßenbauamt seien dagegen gewesen, die Polizei habe sogar explizit davon abgeraten, erklärte Dippold. Eine Begründung der Polizei sei gewesen, dass der Spiegel beschlagen und für Autofahrer somit eher gefährlich sein könne. Dies verursachte in der Sitzung Kopfschütteln, da der Spiegel ja eigentlich nur als Hilfe für Fußgänger gedacht sei. Den Beschlussvorschlag, keinen aufzustellen, lehnte der Bauausschuss dann auch einstimmig ab und befürwortete damit eine Installation. Kosten: 400 bis 500 Euro.

  • Feuchtigkeit in Wohnanlage

In der neu gebauten Wohnanlage am Bergmühlweg 10 und 12 gebe es bereits Mängel, bedauerte der Bürgermeister. Unter anderem trete in einigen Wohnungen aus bisher unerfindlichen Gründen Feuchtigkeit auf. Nun solle ein Gutachter beauftragt werden, um die Missstände zu beseitigen. Ein Angebot liege bereits vor

  • Anfragen

Bei den Anfragen wollte Armin Aichinger wissen, warum der Weg durch den Schulwald gesperrt sei. Die Strecke sei in schlechtem Zustand und auch schon einmal repariert worden, weil sie ausgeschwemmt gewesen sei. Dippold bezeichnete die Situation als "äußerst ärgerlich", das Landratsamt habe aber versichert, "dass etwas passiert". Der Weg sollte bald wieder frei sein, war sich der Bauausschuss einig. Tobias Knauer fragte nach der Ruhebank am Seilerweiher. Die werde der Fischereiverein aufstellen, erwiderte der Rathauschef. Knauer erkundigte sich auch nach der Sanierung des alten Bahnhofs beim Nachtmann-Areal. Informationen dazu werde Dippold separat bekannt geben.

Rat vom Experten zum Thema Baugebiete

Neustadt an der Waldnaab
Im Wohngebiet Kiebitzweg/Am Wieselbrunnen wünschen sich Anlieger einen verkehrsberuhigten Bereich wünschen. Der Bauausschuss sieht jedoch an dieser Stelle keinen Bedarf.
Auf der Fläche gegenüber der Urnenwand soll der Neustädter Friedhof einen Urnenbaum bekommen. Platz wäre auch für mindestens einen weiteren. Der Bauausschuss ist generell dafür, möchte aber vorher noch Entwürfe sehen.
Architekt Georg Binner (stehend) informiert den Bauausschuss über den Umbau des Physikraums in der Mittelschule.

 

 

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