21.07.2020 - 13:16 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustädter Fachakademie verabschiedet Studierende

Sie gehören zur "Generation ‚Corona-Abschluss'": 26 Studierende der Fachakademie am BSZ Neustadt/WN feiern mit Lehrern und Angehörigen ihren Abschluss.

Der erfolgreiche Abschlussjahrgang der Fachakademie am BSZ Neustadt/WN.
von KRBProfil

Es sind ungewöhnliche Zeiten. Normal hätte die Fachakademie am BSZ Neustadt/WN ihre Studierenden im Beisein der Angehörigen bei einem Glas Sekt und Häppchen verabschiedet. Doch in diesem Jahr müssen die jungen Damen und ihr Mitschüler in Maske antreten. Dennoch sind sie durch die Bank gut gekleidet.

Auch der äußere Rahmen war anders, dennoch geschmackvoll und dem Anlass angemessen. Coronabedingt trafen sich die 26 Studierenden im Innenhof des Schulgebäudes, der von Fachlehrerin Sabine Sailer sommerlich mit Sonnenschirmen und Flamingos dekoriert worden war. Natürlich durfte auch eine musikalische Umrahmung der Feierstunde nicht fehlen. Hier hatte sich Marion Weißmeyer, Studierende im zweiten Studienjahr, einige tolle gesangliche Solobeiträge einfallen lassen.

Nach der Begrüßung durch den kommissarischen Schulleiter Reiner Butz gab der Leiter der Fachakademie, Roland Kusche, einen kleinen Rückblick auf die zurückliegenden drei beziehungsweise fünf Jahre. Dann gratulierte er allen Studierenden zur erfolgreichen Prüfung. Kusche ging kurz auf die Veränderungen ein, die Corona nicht nur in der engeren Heimat gebracht hat: „Die Coronakrise hat aber auch gezeigt, dass es viele systemrelevante Berufe gibt, die bisher unter dem gesellschaftlichen Radar geflogen sind: Altenpfleger, Kinderpfleger und Erzieher. Auch gerade Sie haben in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Beitrag zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen geleistet. Von daher geht mein dringender Appell an alle politischen Verantwortlichen, dass gerade Ihre Arbeit besser bezahlt und honoriert werden sollte.“

Natürlich war für die nun ehemaligen Studierenden eine kleine Überraschung vorbereitet worden: „Wir werden Ihnen nachher ein kleines Geschenksäckchen geben, welches Kaffeebohnen und eine kleine Geschichte enthält. Jede einzelne Bohne steht dabei für eine positive Kleinigkeit, die wir mit Ihnen erleben durften", erläuterte Kusche: "Eine Bohne steht für Ihre Neugier, Ihren Wissensdurst und Ihre kritischen Nachfragen. Bewahren Sie sich diese Eigenschaften, denn damit haben Sie uns Lehrkräfte immer wieder angespornt, Ihnen Neues beibringen zu wollen. Eine weitere Bohne steht für das Lachen, das all die Jahre in den Gängen und Räumen der Fachakademie erklungen ist. Auch wenn wir Lehrkräfte das ein oder andere Mal zur Ordnung ermahnen mussten, so möchte ich Euer Lachen nicht missen, denn es hat mich zu Höchstleitungen angetrieben."

Als "wertvollste Bohne" bezeichnete die Leiter der Fachakademie den erfolgreichen Abschluss: "Trotz Corona-Pandemie haben Sie es geschafft, tolle Leistungen auf den Punkt abzuliefern. Es war gerade für Sie eine unfassbar große Herausforderung, sich in dieser Zeit auf Ihre Aufgabe zu fokussieren." Und Kusche merkte an: "Ich glaube, dass die Generation ‚Corona-Abschluss' demnächst zu den bevorzugten Jahrgängen gehören wird, denn Sie haben schon bewiesen, dass Sie unter Stress arbeiten und unvorhersehbare Ereignisse meistern können.“

An diesem Spätnachmittag gab es eine weitere Premiere: Tanja Kippes, die zweite Bürgermeisterin von Neustadt/WN, hatte ihren ersten offiziellen Termin. Sie überbrachte die Grüße der Stadt sowie von Bürgermeister Sebastian Dippold und beglückwünschte die Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss.

Dann erfolgte die Ehrung der Besten. Manuela Riedl hatte einen Notendurchschnitt von 1,13 erreicht und erhielt einen Geldpreis des Landkreises Neustadt/WN. Rebecca Richter kam auf einen Notenschnitt von 1,31 und wurde mit einem Buchpreis der Schule geehrt, ebenso Laura Mawick mit einem Notenschnitt von 1,61. Ein Großteil der Studierenden hat neben dem erfolgreichen Abschluss auch die fachgebundene Fachhochschulreife erlangt.

Die Dankesrede durch Studierendensprecher Christian Böhmländer fiel ebenfalls etwas anders als üblich aus. Er hatte seine Worte überwiegend in Reime gefasst, wobei immer wieder Eigenschaften der Lehrkräfte eingebunden waren, die den Studierenden in den vergangenen Jahren aufgefallen waren. Dass Böhmländer dabei beinahe immer die richtigen Worte fand, zeigte sich daran, dass auch die Lehrkräfte herzlich Beifall spendeten.

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