18.12.2020 - 13:51 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Schulen im Landkreis Neustadt für Lockdown gerüstet

Das Landratsamt Neustadt vernetzt Lehrer mit Schülern. "BigBlueButton" heißt das Zauberwort.

Symbolbild
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Mitte September hat das Landratsamt Neustadt allen Schulen im Landkreis eine digitale Kommunikationsplattform mit der Open-Source-Software „BigBlueButton“ zur Verfügung gestellt, informiert Pressesprecherin Claudia Prößl. Das staatliche Schulamt, Landrat Andreas Meier und die IT-Mitarbeiter hatten im Sommer beschlossen, die Bildungseinrichtungen auf einen weiteren Lockdown vorzubereiten.

Leihgeräte angeschafft

Mit dem Videokonferenzsystem für den Distanzunterricht geht der Unterricht in virtuellen Klassenzimmern weiter. Für den Fall, dass ein Schüler kein eigenes Notebook oder Tablet hat, stellen der Landkreis oder die Schulen Leihgeräte zur Verfügung, heißt es in der Pressemitteilung. "Für die Beschaffung der Leihgeräte wurde ein Förderprojekt des Freistaates Bayern genutzt."

Mitte September ging "BigBlueButton" an den Start

Neustadt an der Waldnaab

Die Online-Kommunikationsplattform ist für alle landkreiseigenen Schulen (Gymnasien Neustadt/WN und Eschenbach, Wirtschaftsschule Eschenbach-Weiden, Realschulen Neustadt/WN und Vohenstrauß, Förderzentren Neustadt/WN, Vohenstrauß und Eschenbach, berufsbildende Schulen BBZ Neustadt und Landwirtschaftsschule Weiden) sowie sämtlichen Grund-und Mittelschulen im Landkreis konzipiert. Der Dienst für den digitalen Unterricht werde sehr gut angenommen, wie die Auslastung der Server zeige. Die Auswertungen des Landratsamts haben ergeben, dass jeden Vormittag über 500 gleichzeitige Sitzungen liefen.

Täglich 1000 Sitzungen

"IT-Leiter Klaus Güntner schätzt, dass täglich etwa 1000 Sitzungen gleichzeitig laufen. Es ist sicher, dass sich mittelfristig durch diese neue Kommunikationslösung noch mehr Pädagogen begeistern lassen", informiert Prößl. Vor einer Überlastung der Server wie kürzlich bei Mebis, dem Internetportal des bayerischen Kultusministeriums, ist den Experten des Landkreises nicht bange: "Das Landratsamt Neustadt betreibt eigenverantwortlich Webserver speziell für Video-Kommunikation. Die Kapazitäten werden dynamisch erweitert (Load-Balancing). Wenn die Kapazitäten bestehenden Serverlandschaft nicht mehr ausreichen, werden neue installiert und hinzugefügt", betont Prößl. Die Mebis-Infrastruktur habe nichts mit den Kreis- oder Stadtverwaltungen zu tun. "Scheinbar sind hier die Kapazitäten für den digitalen Unterricht nicht ausreichend dimensioniert", vermutet die Pressesprecherin.

Allerdings sei das Kultusministerium gefordert, Schulungen für Lehrer anzubieten, um diese neue Technik problemlos anwenden zu können. Die Kosten für die Landkreis-Server hielten sich in Grenzen. "Ganze 280 Euro pro Monat werden momentan hierfür ausgegeben. Sollte die Anzahl der teilnehmenden Schüler steigen, muss für diese Technologie mehr Geld in die Hand genommen werden."

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