Neustadt an der Waldnaab
01.10.2019 - 11:05 Uhr

Zwei Tage betend und singend nach Maria Kulm

Zwei Tage sind Pilger aus der Oberpfalz betend und singend unterwegs. Es ist das 30. Mal nach der Grenzöffnung, dass sie sich auf den 70 Kilometer langen Weg von St. Quirin bei Ilsenbach zur Gnadenstätte Maria Kulm in Tschechien machen.

Bischof Rudolf Voderholzer feiert mit sechs Geistlichen und vielen Gläubigen in der Wallfahrtskirche Maria Kulm den Pilgergottesdienst. Bild: Preißer
Bischof Rudolf Voderholzer feiert mit sechs Geistlichen und vielen Gläubigen in der Wallfahrtskirche Maria Kulm den Pilgergottesdienst.

Pfarrer Manfred Wundlechner spendete in St. Quirin den Wallfahrtssegen. Bei der ersten Station, der Marienkapelle in Wildenau, begrüßte Ernst Ebnet im Namen der Wallfahrtsleitung die Gruppe. Betend und singend ging es weiter über Schönkirch und Stein nach Tirschenreuth - und nach dem Mittagessen und einer Andacht nach Wernersreuth. In diesem Abschnitt sangen und beteten die Gläubigen den überlieferten Kreuzweg. Abendgottesdienste feierten sie in Wernersreuth und Neualbenreuth.

Am zweiten Tag führte die Strecke zunächst nach Maria Loreto. Dort erwartete Bischof Rudolf Voderholzer die 200 Wallfahrer. Er begleitete sie die gesamte Strecke bis Maria Kulm. Das Thema, „Einfach mal Dank sagen“, wurde immer wieder in Meditationen und Gebeten eingebaut. Der Weg führte entlang des Wondreb-Stausees nach Nebanice. Am Rastplatz stärkten sich die Pilger mit einer Kartoffelsuppe. Die weitere Verpflegung erfolgte aus den Begleitfahrzeugen. Auf dem alten Pilgerweg über Kynsperk ging es bis ans Ziel. An der „Brotzeitkapelle“ unweit des Ziels warteten schon Bischof Tomas Holub und Pater Milan Kucera auf die Gruppe. Die Lichterprozession bis zur Wallfahrtskirche musste wegen eines Regenschauers ausfallen.

Holub und Voderholzer feierten gemeinsam mit Stadtpfarrer Markus Brunner (Amberg), den Pfarrern Markus Nees (Wiesau/Falkenberg), Manfred Wundlechner (Püchersreuth), Andreas Hanauer (Schirmitz), Pater Kucera (Maria Kulm) und Diakon Georg Lindner (Poppenricht) den festlichen Pilgergottesdienst, musikalisch umrahmt von der ökumenischen Bläsergruppe aus Weiden. Das Gotteshaus war proppenvoll. Bischof Voderholzer nannte in der Predigt die drei "Zauberwörter", die auch schon Papst Franziskus in einer Predigt verwendet habe: Bitte, Danke und Verzeihung. "Sie machen das Zusammenleben der Menschen friedlich und sind das Salz in der Suppe.“ Dank zu sagen, sei der Königsweg zum Glück, meinte Voderholzer. Wer danke, nehme nicht alles für selbstverständlich. Und Dank präge auch eine Wallfahrtskirche.

Die diesjährigen Pilger treffen sich am 9. November um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes in Weiden wieder. Nach einem Gottesdienst wird im Pfarrsaal wird ein Video über die letztjährige Wallfahrt gezeigt.

 
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