Ein rund 90 Millionen Jahre alter Archivboden im oberpfälzischen Neutras, bekannt als Farberde, wurde zum Bayerischen Boden des Jahres 2026 ernannt. Diese Böden entstehen über lange Zeiträume und archivieren Klima- und Umweltveränderungen sowie die Siedlungs- und Kulturgeschichte, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilt.
Zeuge der Kreidezeit
Die Farberde bei Neutras ist ein „Zeitzeuge“ für die tropischen Bedingungen der Kreidezeit in der Fränkischen Schweiz, die zu intensiver Verwitterung führten und die künstlerisch anmutenden Bodenfarben erzeugten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Boden im Raum Amberg für die Herstellung von Farben abgebaut, was ihm den Namen „Farberde“ einbrachte. Am Standort werden anhand eines Klebeprofils und zweier Infotafeln der Bodenaufbau und die Besonderheiten der Farberde erläutert und öffentlich zugänglich gemacht.
Ehrung und Engagement
Der Geologische Dienst am LfU kürt jährlich einen bayerischen Repräsentanten des „Boden des Jahres“. Ralph Neumeier, Vizepräsident des LfU, erklärte bei der Urkundenübergabe am 18. Juni in Neutras: „Wer die Farberde in Neutras besichtigt, reist in die Vergangenheit, in ein tropisches Land vor unserer Zeit und taucht gleichzeitig in die Bergbaugeschichte der Oberpfalz ein.“
Die diesjährige Auszeichnung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Farberde bei Neutras und ihre optischen und historischen Besonderheiten. Zudem wurde Familie Wagner aus Neutras für ihren Einsatz, den Boden auf ihrem Grundstück sichtbar und zugänglich zu machen, mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.














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