11.01.2021 - 10:53 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Jugendfeuerwehr stattet sich mit Schutzkleidung aus

Hochwertige Schutzausrüstung ist für Feuerwehrleute extrem wichtig, um im Einsatz so gut wie möglich agieren zu können. Auch der Nachwuchs hat das schon erkannt und nun eigenverantwortlich kräftig investiert.

Gerne hätten Jugendwart Dominik Schießlbauer (rechts) und sein Stellvertreter Andreas Stepper die neue Schutzausrüstung der Jugendfeuerwehr Niedermurach/Rottendorf gemeinsam mit allen Jugendlichen präsentiert, doch die herrschenden Kontaktbeschränkungen ließen dies nicht zu.
von Josef BöhmProfil

Einen ausgewogenen Plan mit Ausbildung, Prüfungen und Freizeitgestaltung für 2020 hatten die Jugendwarte der Jugendfeuerwehr Niedermurach/Rottendorf bereits ausgearbeitet, als Corona die geplanten Aktivitäten quasi auf null herunterfuhr. Keine Übungen, keine Prüfungen, keine Abzeichen, keine Freizeit- und Festerlebnisse. Zusammenkünfte nur noch in kleinen Gruppen. Für den Feuerwehrnachwuchs schon ein harter Einschnitt. Dabei begann das Jahr 2020 so vielversprechend.

Die Gemeinde Niedermurach hatte in die Anschaffung von Parkas, Helmen, Hosen, Blousons, Handschuhen und anderer Teile 5988 Euro für die persönliche Schutzausrüstung der gemeindlichen Jugendfeuerwehren investiert. Der Freistaat Bayern förderte dies mit 1950 Euro. Die Jugendlichen freuten sich natürlich über die warmen Parkas, mit denen sie den Mangel an warmer Schutzkleidung hinter sich lassen konnten.

Stiefel von Preisgeld finanziert

Um die gute Schutzkleidung zu optimieren, machte sich bei ihnen schon bald der Wunsch nach festem Schuhwerk breit. Da sie nicht gleich wieder die Gemeindekasse belasten wollten, beschloss die Jugendgruppe aus eigener Initiative, die gewünschten Einsatzstiefel aus der Jugendkasse zu finanzieren. Die Feuerwehr Niedermurach hatte 2019 mit der Jugendfeuerwehr den mit 5000 Euro dotierten ersten Platz des Ostbayerischen Feuerwehrpreises errungen und ihnen das Preisgeld komplett zur Verfügung gestellt.

Der Feuerwehrnachwuchs war also gewillt, mit dem Preisgeld in die persönliche Schutzausrüstung zu investieren und informierte sich über die Stiefelbeschaffenheit verschiedener Hersteller. Frei und von niemandem beeinflusst entschieden sie sich schließlich für den EWS-Einsatzstiefel. Den Jungfeuerwehrlern waren besonders Passform, Tragekomfort, Sicherheitsmerkmale, Qualität, Langlebigkeit und die damit verbundene Gewissheit wichtig, das Geld sinnvoll in ein Qualitätsprodukt zu stecken, von dem auch nachfolgende Jahrgänge profitieren können. Die Anschaffung von 30 Paar Sicherheitsstiefeln belief sich auf 3142 Euro, bezahlt vom Preisgeld aus der Jugendfeuerwehrkasse.

Jugendwart voller Stolz

Die Jugendlichen haben mit ihrer Entscheidung bewiesen, dass sie mit "ihrem Geld" achtsam umgehen, es nicht einfach verprassen, sondern sinnvoll in eine langfristig wirkende Anschaffung investierten. "Unsere Jungs und Mädels sehen nicht nur den kurzfristigen Spaß in der Jugendfeuerwehr, sie handeln bei ihren Entscheidungen auch nachhaltig und verantwortungsbewusst", betont Jugendwart Dominik Schießlbauer und lobte die wertvolle Gemeinschaftshaltung der Gruppe.

Corona stoppt vieles, natürlich auch bei der Jugendfeuerwehr. Doch gerade deswegen tüfteln die Verantwortlichen fleißig an neuen Übungen, Freizeitaktionen und Teambildungsmaßnahmen, um in naher Zukunft ihren Jugendlichen eine aktive und spannende Freizeitgestaltung bieten zu können. Bleibt zu hoffen, dass sie an den Faden ihrer bisherigen Erfolge bald wieder anknüpfen können und werden.

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Optimal ausgestattet kann die Jugendfeuerwehr in dieses Jahr gehen. Schutz vor Kälte bieten die neuen Parkas, vor Fußverletzungen die neuen Einsatzstiefel.

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