17.11.2019 - 12:04 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Verantwortung für Frieden und Freiheit

Das Grauen der Weltkriege darf nicht vergessen sein. Bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Niedermurach mahnt Bürgermeister Martin Prey alle Generationen, für den Frieden einzutreten.

In einer beeindruckenden Ansprache richtete Bürgermeister Martin Prey mahnende und fordernde Worte an die Versammelten beim Gedenken an die Gefallenen vor dem Kriegerdenkmal.
von Josef BöhmProfil

Die beiden Weltkriege entfernen sich immer weiter von der Gegenwart und doch sind bewaffnete Konflikte auf der ganzen Welt allgegenwärtig. Es scheint, als habe die Menschheit aus der Geschichte nichts gelernt. Vor diesem Hintergrund versammelten sich am Vorabend des Volkstrauertages Gottesdienstbesucher, Vereine, eine Ehrenwache der Bundeswehr, Pfarrer und Ministranten zur Gedenkfeier vor dem Kriegerdenkmal. Pfarrer Herbert Rösl verdeutlichte eingangs, dass Frieden möglich werden kann, wenn sich jeder um Notleidende kümmern würde. Letztlich sei aber wahrer Friede nur im Einklang mit Gott zu erreichen sei.

Bürgermeister Martin Prey erinnerte in seiner Ansprache an den kürzlich verstorbenen Johann Kiener aus Zankendorf. Er war der letzte noch lebende Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs in der Gemeinde Niedermurach. Nun habe man zur Erinnerung nur noch die Gedenktafeln der Kriegerdenkmäler mit den Namen der Gefallenen.

Vor ziemlich genau 80 Jahren habe der Zweite Weltkrieg begonnen und millionenfach Tod, Leid und Verzweiflung über die Menschen Europas gebracht. Die Erinnerung daran sei Verpflichtung, sich für Frieden einzusetzen. „Keine Gewalt, keine Vertreibung, kein Krieg, keine Vernichtung“, appellierte Prey. Er kritisierte auch Regierungschefs weltweit, die sich nicht gerade als Friedensstifter hervortun.

Nachdem der Bürgermeister eine Blumenschale am Kriegerdenkmal abgestellt hatte, verlas KSK-Vorsitzender Josef Straller die Namen der Gefallenen aus der Gemeinde. Mit einem Ehrensalut durch die Böllerschützen, dem Lied vom guten Kameraden, der Bayern- und der Nationalhymne durch die „Edelweißkapelle“ endete die Gedenkfeier.

Überaus positiv wird am Ort die Tatsache gesehen, dass zuletzt viele junge Leute in die KSK Niedermurach eingetreten sind. So ist zu erwarten, dass auch in Zukunft an der Tradition des Volkstrauertages festgehalten werden kann.

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