14.08.2018 - 11:20 Uhr
NittenauOberpfalz

Tödlich verletzter Beifahrer vermutlich Opfer eines Jagdunfalls

Der 47-Jährige, der in Nittenau (Kreis Schwandorf) während einer Autofahrt starb, ist nach Angaben der Polizei vermutlich Opfer eines Jagdunfalls geworden. Das Projektil, das ihn traf, stammt aus einem Jagdgewehr.

Nach Ansicht der Jagdvereinigung Nittenau ist der 47-Jährige von einem Querschläger getroffen worden.
von Agentur DPAProfil

(dpa/esa) "Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab nun, dass das Projektil eines Jagdgewehrs den 47-Jährigen tödlich verletzte", heißt es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Dienstagmittag. Die Obduktion am Montag habe die Vermutung bestätigt, dass ein Projektil die Beifahrerscheibe zerschlagen und den Insassen tödlich verletzt hat.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Amberg laufen auf Hochtouren. Schussexperten des Bayerischen Landeskriminalamts wollen klären, ob das Projektil einem der sichergestellten Jagdgewehre zugeordnet werden kann. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht. "Es gibt Erkenntnisse, die für einen Jagdunfall sprechen", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der 47-Jährige war am Sonntag während einer Autofahrt auf dem Beifahrersitz eines Autos plötzlich zusammengesackt. Zuvor war die Fensterscheibe zerborsten. Der 61 Jahre alte Fahrer des Wagens hatte vergeblich versucht zu helfen.

In der Nähe des Einsatzortes an der Bundesstraße 16 waren mehrere Jäger unterwegs. Diese würden aktuell noch vernommen, hieß es. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Schuss und der Jagd gebe, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Nach Ansicht der Jagdvereinigung Nittenau ist der 47-Jährige von einem Querschläger getroffen worden. "Es muss ein tragischer Unfall während einer Erntejagd gewesen sein", sagte der Vorsitzende Otto Storbeck der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). Bei dieser Jagd-Variante umstellen die Jäger ein Feld, in dem Wildtiere nach Nahrung suchen. "Wenn man keinen Kugelfang hat, dann schießt man auch nicht", so Storbeck weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten am Dienstagnachmittag den aktuellen Stand der Ermittlungen bekannt geben.

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