Nürnberg
08.10.2018 - 19:05 Uhr

Antisemitismusbeauftragte beim Generalstaatsanwalt

Der Antisemitismus nimmt in Deutschland wieder zu. Die Antwort Bayerns sind Beauftragte bei der Generalstaatsanwaltschaft, die die Judenfeindlichkeit strafrechtlich verfolgen.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth. Bild: Daniel Karmann/dpa
Das Landgericht Nürnberg-Fürth.

(paa) Der bayerische Justizminister Winfried Bausback hat am Montag in Nürnberg die Antisemitismusbeauftragten bei den Generalstaatsanwaltschaften Nürnberg und Bamberg vorgestellt: " Mit den Antisemitismusbeauftragten bei den Generalstaatsanwaltschaften senden wir ein deutliches Signal an alle Jüdinnen und Juden in Bayern sowie die gesamte Öffentlichkeit: Judenfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz", sagte der CSU-Politiker.

Bausback unterstrich, dass die "bayerische Linie der Null-Toleranz gegenüber antisemitischen Straftaten" konsequent fortgesetzt werde. Für die bayerische Justiz gelte seit jeher: Die Staatsanwaltschaften würden bei antisemitischen Straftaten nicht weg, sondern genau hinsehen. "Sie sorgen dafür, dass die Täter hart bestraft werden können." Die Beauftragten nannte der Justizminister "wichtige Multiplikatoren für eine noch effektivere strafrechtliche Bekämpfung des Antisemitismus." Antisemitismusbeauftragte der Nürnberger Generalstaatsanwaltschaft ist Oberstaatsanwältin Martina Heimann, teilte das Justizministerium am Montag mit. Ihr Pendant bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist Oberstaatsanwalt Thomas Goger.

Heimann hat mehr als elf Jahre Erfahrung bei der Verfolgung von extremistischen und antisemitischen Straftaten. Goger verfüge als stellvertretender Leiter der Zentralstelle Cybercrime Bayern über jahrelange Erfahrung in der Bekämpfung von Internetkriminalität. "Dies ist im Hinblick darauf, dass antisemitische Propaganda heutzutage zunehmend über Online-Kanäle verbreitet wird, von großem Vorteil", sagte Bausback.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.