In Nürnberg warnt das Gesundheitsamt Badegäste vor sogenannten Zerkarien. In der Norikusbucht am Wöhrder See in Nürnberg sind drei Fälle von Zerkarienbefall bekannt geworden. Sobald die Wassertemperatur auf über 20 Grad steigt, häufen sich Fälle der Badedermatitis. Dahinter stecken mikroskopisch kleine, wurmähnliche Larven, die sich in die Haut bohren: Zerkarien. Es handelt sich dabei um ein Larvenstadium von Saugwürmern, die frei im Wasser schwimmen.
Eigentlich befallen die Parasiten nur Wasservögel, bohren sich in deren Haut und entwickeln sich in ihrem Körper, Die Eier werden vom Vogel ausgeschieden. Die geschlüpften Larven suchen sich dann eine Süßwasserschnecke als Zwischenwirt. Darin entwickeln sich die Larven weiter bevor sie sich wieder auf die Suche nach Wasservögeln machen. Der Mensch ist in dieser Entwicklung nur zufällig Wirt für die Larven.
Das Gesundheitsamt Nürnberg erklärt dazu: "Der Erstkontakt beim Mensch verläuft meist ohne Symptome, da das menschliche Abwehrsystem gut mit dem Eindringling fertig wird".
Folgende Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt das Gesundheitsamt:
- Längeren Aufenthalt im Flachwasserbereich vermeiden, da sich hier die meisten Schnecken befinden (Gefahr für planschende Kinder)
- Baden in den frühen Morgenstunden vermeiden (zu dieser Zeit befinden sich die meisten freischwimmenden Zerkarien im Wasser)
- Bevorzugt in tieferen und leicht strömenden Bereichen schwimmen
- Nach dem Schwimmen Badesachen wechseln und den Körper mit einem Handtuch gut abreiben (Zerkarien trocknen schnell aus)
- Quallenschutzlotionen verwenden













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