14.07.2020 - 13:50 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Hochwasser-Schäden zu gravierend

Vor einem Monat flutet Hochwasser das Oberbibracher Dorfzentrum. Die Schadensbilanz wächst immer noch an – auch bei den Oberbibracher Schützen. Sie bitten nun per Crowdfunding um finanzielle Unterstützung.

Andreas Karl (von rechts), Leiter der Eschenbacher Parforcehornbläser, überreicht Schützen-Vorsitzendem Martin Schmid eine Spende von 300 Euro. Das Geld wird für die Reparatur der durch das Hochwasser entstandenen Schäden am Schützenhaus benötigt. Der Verein hofft nun auf Nachahmer. „Jeder Euro zählt“, betont der Vorsitzende.
von EDOProfil

„Der Parkettboden im Saal des Schützenhauses muss raus“, stellt Martin Schmid, Vorsitzender der Schützengesellschaft St. Sebastian, konsterniert fest. Nachdem nun nach mehreren Wochen durch die Hochleistungssauger der Firma MBau zumindest die Feuchtigkeit weitgehend entfernt werden konnte, haben sich die Parkettlamellen an mehreren Stellen gehoben.

Verschiedene Fachleute hätten übereinstimmend bestätigt, dass die durch das Hochwasser Mitte Juni entstandenen Schäden zu gravierend seien, berichtet Schmid. Reparieren sei vergebene Mühe: „Wir müssen einen neuen Boden verlegen.“ Auch das Mobiliar und der Boden in der Bar sowie die Fliesen im Foyer müssen erneuert werden. Insgesamt 40 000 bis 50 000 Euro werde man ausgegeben haben, bis alles wieder in Ordnung sei, sagt der Schützen-Vorsitzende: Geld, das der Verein nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln könne.

Deshalb ist jetzt Kreativität gefragt. Die enorme Eigenleistung der Mitglieder, die den Verein schon immer ausgezeichnet hat, erreichte in den vergangenen Wochen einen neuen Höhepunkt. Nahezu rund um die Uhr halfen Freiwillige zusammen, um die Auswirkungen des Hochwassers zu beseitigen und parallel dazu den Gaststättenbetrieb aufrecht zu erhalten.

Um die Vereinskasse für die bevorstehenden Investitionen zu ertüchtigen, hat sich Schmid im Namen der Schützengesellschaft erfolgreich beim Crowdfunding-Projekt der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz beworben (siehe Infokasten). Einen respektablen Anfang machten dabei die Eschenbacher Parforcehornbläser, denen das Schützenhaus seit über zehn Jahren als kostenfreier Proberaum dient.

Im Namen des Bläsercorps überreichte dessen musikalischer Leiter Andreas Karl 300 Euro an den Schützen-Vorstand. Die Musikanten setzten so ein großes Ausrufezeichen, um weitere Spenden zu generieren. „Das ist für uns selbstverständlich, dass wir uns für die tolle Gastfreundlichkeit der Schützen erkenntlich zeigen“, heißt es aus den Reihen der Musiker.

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Oberbibrach bei Vorbach
Hintergrund:

„Wir sind auch für kleine Beträge dankbar“

Hinter dem neudeutschen Terminus „Crowdfunding“ verbirgt sich eine alte Idee: Viele Menschen tragen mit kleinen bis großen Beträgen zur Finanzierung eines Projekts bei. Unter dem Leitgedanken „Viele schaffen mehr“ beteiligt sich auch die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz an unterstützungswerten Aktionen, wie in diesem Fall an der finanziellen Hochwasserhilfe für die Schützengesellschaft St. Sebastian Oberbibrach. Der Clou bei der Aktion: Wird bis Anfang Oktober die festgelegte Summe von 2500 Euro erreicht, verdoppelt das Geldinstitut den Betrag. Andernfalls bekommen die Spender ihr Geld zurück. Spenden können entweder am Bankschalter einer Raiffeisenfiliale einbezahlt oder online unter https://vr-nopf.viele-schaffen-mehr.de/land-unter-im-schuetzenhaus abgegeben werden. „Wir sind auch für kleine Beträge dankbar“, betont Schützen-Vorsitzender Martin Schmid.

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