09.11.2020 - 08:41 Uhr
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Wintersport: Schnell, schneller - Schnee-Trends

Adrenalin, Speed, Schlagfertigkeit – die Wintersport-Trends haben es in sich. Weite Reisen sind nicht nötig. Bayern bietet unzählige Möglichkeiten, um die Trends zu testen. Doch Vorsicht: Die eine oder andere ist nichts für schwache Nerven.

Snow-Kiting ist beliebt - vor allem bei Sportlern, die ordentlich Speed aufnehmen wollen.
von Julia Hammer Kontakt Profil

Snow-Kiting: Surfen auf dem Eis

Es wird schnell – und ziemlich rasant. Beim Snowkiting erreichen die Sportler zwischen 70 und 110 km/h. Es ist mit dem klassischen Kitesurfen auf dem Wasser zu vergleichen, allerdings spielt sich der geschwindigkeitsgeladene Sport im Winter auf dem Schnee oder Eis ab. Statt eines Surfbrettes unter den Füßen schnallen sich die Sportler Skier oder ein Snowboard an. Über einen Gurt sind die Adrenalin-Begeisterten mit einem Windsegel oder Lenkdrachen verbunden, der sie bei ausreichend Wind durch die Winterlandschaft zieht. Lenken will gelernt sein, denn es ist nicht leicht, bei der Geschwindigkeit und Windstärken in die richtige Richtung zu steuern. Die Leinen müssen immer gespannt sein, da der Drachen sonst in sich zusammenfällt. Jedoch ist der Widerstand wesentlich geringer als beim Kitesurfen. Ein Tipp: Gefrorene Seen eignen sich besonders gut für Snowkiting, da die Oberfläche schön glatt ist.

Die richtige Ausrüstung

  • Ski oder Snowboard
  • Geeigneter Zugdrachen oder Windsegel
  • Schutzkleidung und Helm
Ab in eisige Höhen: Eisklettern ist nichts für Sportler mit schwachen Nerven.

Eisklettern: Senkrecht in eisige Höhen

Atemberaubende Eisformationen, schweißtreibende Aufstiege – eine echte Herausforderung und nichts für schwache Nerven. Es geht senkrecht in die Höhe beim Eisklettern. Ausgerüstet mit Steigeisen, Sicherungsseilen und Eispickel bezwingen die Sportler gefrorene Wasserfälle, gigantische Eiszapfen oder mit einer Eisschicht überzogene Berge. Das Eisklettern ist eine spezielle Disziplin des alpinen Kletterns und setzt auch gewisse Kenntnisse darüber voraus. Denn: Es kann gefährlich werden. Sind die Kletterer nicht ausreichend gesichert und rutschen ab, stürzen sie ungebremst in die Tiefe – manchmal sogar mehrere Hundert Meter. Bei professionellen Eistouren führen die eisigen Klettertouren sogar durch Eiswände und vergletscherte Berge, die Neigungen von bis zu 90 Grad haben. Ein anstrengender Sport, der definitiv nichts für Anfänger ist. Die schöne Winterlandschaft, die sich den Kletterern bietet, entschädigt für all die Anstrengung – ein einzigartiges Naturschauspiel.

Die richtige Ausrüstung

  • Steigeisen und Eispickel
  • Sicherungsseile
  • Spezialschuhe für sicheren Halt
  • Eisschrauben für die Eiswand
  • Bandschlingen, um sich nach dem Aufstieg wieder abseilen zu könne
Schlagfertig im Schnee: Schnee-Golf.

Schneegolf: Rauf auf's "White"

Wer es in der kalten Jahreszeit doch ein wenig ruhiger mag, sollte Schneegolf ausprobieren. Golf im Winter? Genau. Der Trend wird immer beliebter. Statt auf das Grün geht es eben auf das „Weiß“. Die Sportler spielen auf speziell präparierten Eisflächen. Das sogenannte „Rough“ besteht aus Tiefschnee statt aus hohem Gras. Die Regeln sind die Gleichen wie beim Sommer-Golf. Jedoch unterscheidet sich die Farbe des Balls. Statt des weißen Balls, der im Schnee kaum mehr zu finden wäre, schlagen die Golfer einen grünen oder roten Ball ab. Die Outdoor-Disziplin fördert die Koordinationsfähigkeit, die Konzentration ist wegen der Bewegung an der frischen Luft gut für das Immunsystem. Noch dazu macht es richtig Spaß, das „Green“ gegen das „White“ zu tauschen und den Schläger auch bei Minusgraden zu schwingen. Übrigens: Schneegolf ist alles andere als unbekannt. Es werden sogar Weltmeisterschaften in dieser Disziplin ausgetragen – sofern es die Wetterbedingungen zulassen und genug Schnee liegt.

LEO trifft ... Blue-Devils-Kapitän Ralf Herbst

Weiden in der Oberpfalz
CORONA-REGELN:

Das ist beim Wintersport in Bayern zu beachten:

Skifahren, Schneetouren, Eisklettern und Co. Die Oberpfälzer lieben den Wintersport. Damit dieser trotz Corona-Pandemie in Bayern möglich ist, stellte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Anfang Oktober besondere Verhaltensregeln für die bayerischen Winterskigebiete vor.

  • Beim Anstehen für die Lifte und die Seilbahnen gelten die Abstandsregeln und die Maskenpflicht.
  • Wenn möglich, sollen Sportler die Tickets vorab online kaufen.
  • Die Anzahl der Teilnehmer an Skikursen wird begrenzt. Skischulen wird empfohlen, höchstens zehn Personen pro Gruppe zu unterrichten. Deshalb: rechtzeitig anmelden.
  • Den beliebten Après-Ski gibt es in diesem Winter nicht. Jedoch sollen die Hütten und Gaststätten öffnen dürfen.
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