Christbaumtradition im kleinen Dorf

Alljährlich Ende November rücken die fünf Obertresenfelder Männer mit Baum und Lichtern an, um den Vorplatz der Marienkapelle in ein besonders Flair zu tauchen und für Lichterglanz zu sorgen.

Wenn die Männer aus Obertresenfeld anrücken, wird jeder Baum zu einer Besonderheit. Sie helfen tatkräftig zusammen und warten nicht, bis der Bauhoftrupp vorbeikommt und Hand anlegt, wie es in anderen Orten der Großgemeinde alljährlich der Fall ist. In Obertresenfeld gilt: "Selbst ist der Mann und der packt an."
von Elisabeth DobmayerProfil

„Alle Jahre wieder“ oder „Mit Liebe selbst geschmückt“, könnten die fleißigen Obertresenfelder Männer, Alois Bäumler, Manfred Bäumler, Martin Baier, Konrad Kindl und Stefan Uschold, die alljährlich den Christbaum an der Marienkapelle „Mariä Geburt“ aufstellen, bei ihrer Arbeit singen. Nun bereits zum 14. Mal in Folge.

Die letzten beiden Monate im Jahr stecken voller Traditionen. Seit dem Neubau der Marienkapelle sorgen die unermüdlichen Helfer jedes Jahr in Eigenleistung und ohne die Unterstützung des städtischen Bauhofs zu beanspruchen, dass in der Advents- und Weihnachtszeit mehr Licht um das Kleinod erstrahlt. In diesem Jahr stammt der Baum von Josef Kick aus Untertresenfeld, der die Tanne für diesen Zweck zur Verfügung stellte und an dem viele Tannenzapfen für natürlichen Schmuck sorgen.

Die Lichtergirlanden mit rund 70 Lichtern bringen das Grün noch einmal zum Leuchten, bevor es endgültig verschwindet. Nachdem in den vergangenen Jahren immer die Baumspenden vom bereits verstorbenen Ludwig Gmeiner kamen, der die kleinen Bäume vor 22 Jahren auf seinem Grundstück als Christbäume pflanzte, die später an der Dorfkapelle Weihnachtsglanz verströmen sollten, wurde in diesem Jahr pausiert und der Baum der Familie Kick nach Obertresenfeld geholt.

Nach mehrstündiger Arbeit war es geschafft und die Männer trafen sich wie die Jahre zuvor bei Lebkuchen und Glühwein im Gartenhaus von Alois Bäumler, um auf die getane Arbeit anzustoßen.

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