15.01.2020 - 11:31 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Mit Bach und Mozart ins Jubiläumsjahr

Mit einem ungewöhnlichen Hörerlebnis sind die Oberviechtacher "Freunde der Kunst" in ihr 30. Jahr gestartet. Mit der Kombination Violine und Akkordeon nehmen sich zwei junge Musiker verschiedener Komponisten an.

Maria Wehrmeyer (Violine) und Julius Schepansky (Akkordeon) sorgten beim Konzert im Jubiläumsjahr im Musiksaal des Ortenburg-Gymnasiums für einen gelungenen Auftakt.
von Udo WeißProfil

Auch im Jubiläumsjahr setzen die "Freunde der Kunst" mit dem Duo Schepansky-Wehrmeyer ihre Tradition fort, im Zuge der "Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler" jungen Musikern eine Plattform zu bieten und besondere, nicht alltägliche Formationen vorzustellen.

So begrüßte Vorsitzende Monika Krauß das Duo Maria Wehrmeyer (Violine) und Julius Schepansky (Akkordeon) zur Auftaktveranstaltung des neuen Jahres im Musiksaal des Ortenburg-Gymnasiums. Bei der Begrüßung wies sie auf das besondere Datum 10. Januar hin, denn genau vor 30 Jahren - am 10. Januar 1990 - fand die Gründungsversammlung statt - und so galt ihr besonderer Gruß neben allen Gästen vor allem den anwesenden Gründungsmitgliedern. Willkommen hieß sie auch Ehrenvorsitzenden Günter Robl, der 1994 die Konzertreihe "Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler" aus der Taufe gehoben hat.

Akkordeon ersetzt Klavier

Die jungen Solisten Maria Wehrmeyer und Julius Schepansky waren beide 2018 Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs und erfreuten mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Rachmaninow, Camille Saint-Säens, Carl Philipp Emanuel Bach, Louis-Claude Daquin, Franz Schubert und Pjotr I. Tschaikowski. Da es für diese spezielle Formation eigentlich keine geschriebenen Werke gibt, sind alle Stücke von Julius Schepansky bearbeitet. Das Akkordeon übernimmt dabei die Klavierstimme, aber mit der Schwierigkeit, dass ein Akkordeon einen geringeren Tonumfang als ein Flügel hat.

Die zwei exzellenten Musiker, die sich bei einem Wettbewerb kennen gelernt und sich zu diesem besonderen Projekt entschlossen hatten, eröffneten den Abend mit den vier Sätzen der Sonate für Violine und Klavier von Johann Sebastian Bach. Maria Wehrmeyer, in Berlin geboren, hat neben ihrer Aufgeschlossenheit zu zeitgenössischer Musik eine besondere Affinität zur Kammermusik. So glänzte die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstlerin mit ihrem Solostück Partia Nr.2 d-Moll von Bach.

Mit der Sonate Nr.21, die nur zu einem Drittel von Wolfgang Amadeus Mozart stammt und von einem Zeitgenossen fertiggestellt wurde, sowie einem Ausschnitt aus Sergej Rachmaninows 14 Romanzen, in Bearbeitung von Maria Wehrmeyer, wurde das Konzert fortgesetzt. Mit dem bekannten "Danse macabre" von Camille Saint-Säens ging es in die Pause.

Applaus uns Geschenk

Mit einer Sonate von Carol Philipp Emanuel Bach begann der zweite Teil, gefolgt von einem Ausschnitt aus "Pièces de clavecin -12. Suite" von Louis-Claude Daquin. Mit diesem Stück, das Schepansky für Akkordeon bearbeitet hatte, zeigte der Musiker sein solistisches Können. Nach dem gut zweistündigen Konzert gab es für die jungen Künstler den verdienten Applaus und ein kleines Geschenk. Das Resümée des Abends: Die Kombination Violine und Akkordeon überzeugte eindrucksvoll. Monika Krauß lud abschließend für Freitag, 17. Januar um 19 Uhr in den Landgasthof "Zur Taverneˮ zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ein.

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