20.12.2019 - 16:41 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bildungsatlas mit Handschrift der Schüler

Die Schüler der neunten Klasse der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule sind stolz darauf: Sie übergeben den aktualisierten Bildungsatlas 2019 an Landrat Thomas Ebeling.

Viele Ehrengäste fanden sich im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum ein, als die Schüler der neunten Klasse der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule den überarbeiteten Bildungsatlas präsentierten.
von Elfriede WeißProfil
Landrat Thomas Ebeling erhielt das erste Exemplar des überarbeiteten Werkes.

Nicht ohne Grund wurde für die Präsentation des "Bildungsatlas 2019" das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum gewählt, ist das Museum doch eine wichtige Einrichtung, die als Bildungsangebot neben vielen weiteren Museen in dem Bildungsatlas aufgeführt ist, den Schüler der Wirtschaftsgruppe der neunten Klassen aktualisiert haben.

Nach dem musikalischen Empfang durch die DESO-Bläsergruppe unter der Leitung von Lehrer Christan Knott hieß Museumspädagoge Siegfried Bräuer die Gäste, Landrat Thomas Ebeling, den Leiter des Schulamtes Schwandorf, Georg Kick, Laura Weidinger und Franz Pfeffer vom Bildungsmonitoring am Landratsamt sowie Bürgermeister Heinz Weigl und Rektor Werner Winderl willkommen. Sein Gruß galt auch den Schülern mit ihrem Klassenleiter Alois Köppl, der zusammen mit Projektleiterin, Fachoberlehrerin Marina Schießl, für die Arbeit verantwortlich war. Wegen Krankheit musste Schießl entschuldigt werden.

Bräuer freute sich darüber, dass die Übergabe im Museum stattfindet, werde so doch das Museum als wertvolle Bildungseinrichtung wahrgenommen. Laura Weidinger sprach den Schülern und den Lehrkräften Dank aus, dass sie diese wertvolle Aufgabe übernommen hatten. Nach der "Ode an die Freude", passend zu Beethovens Geburtstag, erfolgte die Präsentation durch die Schülerteams.

Jede Menge Arbeit

Zunächst wurden alle Adressen der Kommunen überprüft, dann wurden Briefe an die 33 Rathäuser verschickt mit der Bitte, ihre im letzten Bildungsatlas dargestellte Gemeinde zu überarbeiten und auf den aktuellen Stand zu bringen, erläuterten die Jugendlichen. Für Fragen zeigte Laura Weidinger stets ein offenes Ohr, auch Chefsekretärin Anni Hauer in Oberviechtach war Ansprechpartnerin. Grußworte mussten überarbeitet werden, der Kasten "schon gewusst" wurde für jede Kommune neu angefertigt. Schließlich pflegte das Team "Überarbeitungen" alle Fakten in den Bildungsatlas ein. "Es hat uns sehr viel Spaß gemacht", lautete das Resümee der Hauptakteure. Exemplarisch zeigten die Schüler das Angebot von Oberviechtach auf.

Neben Grund- und Mittelschule, Gymnasium, Berufsfachschule und Kindergärten griffen die Schüler stellvertretend für die vielen Bildungsangebote im Landkreis als Vorzeigeprojekt das Doktor-Eisenbarth-und Stadtmuseum heraus. Sie stellten die verschiedenen Abteilungen vor und würdigten die Eheleute Dr. Max und Margarete Schwarz, deren Stiftung gerade für die Bildungseinrichtungen Oberviechtachs ein Segen ist. Landrat Ebeling erhielt das erste Exemplar des Bildungsatlasses. Der Landrat dankte den Schülern für die wichtige geleistete Arbeit. "Ein Bildungsatlas ist immer nur gut, wenn er aktuell ist", betonte er, "und dieses Werk trägt eure Handschrift."

Professionelles Vorgehen

"Ihr habt das in professioneller Art und Weise erarbeitet", gratulierte Schulamtsdirektor Kick den Schülern und Lehrkräften. Abschließend ging Museumspädagoge Bräuer auf das Museum als wertvolle Bildungsstätte ein. "Wir haben ein modernes Themenmuseum, das mit Alleinstellungsmerkmalen wie Doktor Eisenbarth, Gold, Haus Murach und Hinterglasmalerei punktet. Auch dem großen Gönner Max Schwarz ist ein Zimmer gewidmet und Handwerk und Hausnahmen runden das Angebot ab. Anhand von Roll-ups erklärte Bräuer die verschiedenen Module des Museums und die museumspädagogische Ausrichtung. Zum Schluss standen die Schüler bei einem kleinen Imbiss für Fragen zur Verfügung.

Bildung bewegt:

Bildungsatlas 2019

Seit Juli 2016 besteht die zertifizierte "Bildungsregion Landkreis Schwandorf". Das Projektteam "Bildung bewegt" am Landratsamt hat den Bildungsatlas für den gesamten Landkreis zum November 2017 erstellt. So ist auf 120 Seiten ein ausführliches Nachschlagewerk entstanden, in dem alle Lernorte in den 33 Kommunen aufgeführt sind. Alle Daten (Anschrift, Telefon, E-Mail, Internet und Öffnungszeiten) von Krippen, Kindergärten und Schulen finden sich drin. Aber auch die Adressen von Einrichtungen zur regionalen Weiterbildung, von Freizeit und Bildungsangeboten sind darin aufgelistet. Um aktuell zu sein, müssen die Daten jährlich überprüft und angepasst werden. Wie bereits 2018 hat die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule auch dieses Jahr die Aktualisierung des Bildungsatlasses als Schulprojekt durchgeführt.

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