08.07.2021 - 16:38 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bischof weiht Wildeppenrieder Volksaltar ein

Die Expositurkirche Wildeppenried erstrahlt seit einem Jahr in neuem Glanz. Corona ließ den Besuch des Bischofs platzen. Am 11. Juli wird nun der Abschluss der Sanierung gefeiert. Dabei kommt zum ersten Mal der neue Volksaltar zum Einsatz.

Zum offiziellen Abschluss der Innensanierung der Expositurkirche Wildeppenried hat sich Bischof Rudolf Voderholzer angesagt.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Wenn am Sonntag Bischof Rudolf Voderholzer den Volksaltar in der Expositurkirche Wildeppenried einweiht, dann ist auch der letzte Akt einer umfassenden Innensanierung des Gotteshauses geschafft. Beim Ortstermin mit der Oberpfalz-Medien-Redaktion zeigten sich Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Kirchenpfleger Ludwig Hauer sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

„Das große Anliegen der Sanierung war es, mit der Trockenlegung die Feuchtigkeit aus der Kirche rauszubekommen“, betont Hauer. Dafür wurde das Gestühl entfernt, der Bodenbelag komplett neu aufgebaut und entlang der Grundmauer bis zu 1,50 Meter aufgegraben. Eine offene Drainage und die automatische Lüftungsanlage sollen neue Schäden am Mauerwerk verhindern. Die Orgel wurde für 30 000 Euro umfassend überholt und auch auf die Kirchenmaler wartete viel Arbeit.

Mit massiver Steinplatte

Eigentlich sollte der Bischof bereits im Juni 2020 nach Wildeppenried kommen, was aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war. Ab dem ersten Juli-Wochenende wurden dann die Gottesdienste im schmucken Kirchenschiff wieder aufgenommen. Nur der neue Volksaltar mit der massiven Steinplatte musste auf den Bischof warten. Künstler Robert M. Weber aus Grafing baute diesen in der 14. Kalenderwoche auf. Auch Ambo und Osterkerzen-Halter stammen aus seinem Atelier. „Der Altarraum ist stimmig. Wir haben mit dem neuen Volksaltar eine gute Wahl getroffen“, stellt Dekan Alfons Kaufmann zufrieden fest.

Übertragung auf LED-Leinwand

Die Weihe besteht aus Elementen, die sich teilweise auch bei einer Taufe und bei einer Priesterweihe finden. Außerdem wird der Bischof eine kleine Reliquienkapsel im Fuß des Volksaltars einbetten. Wie der Dekan verrät, wird es sich dabei um Reliquien von Eustachius Kugler sowie vom Bistumspatron, dem heiligen Erhard, handeln. Laut Kaufmann gehe dies darauf zurück, dass im frühen Christentum Altäre über Gräbern von Märtyrern errichtet wurden. Übrigens: Die Gläubigen können den Gottesdienst auch auf einer großen LED-Leinwand im Friedhof verfolgen. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich.

Details zur Innensanierung der Expositurkirche Wildeppenried

Wildeppenried bei Oberviechtach

Kurz vorm Abschluss der Innensanierung der Expositurkirche Wildeppenried im Juni 2020

Wildeppenried bei Oberviechtach

„Der Altarraum ist stimmig. Wir haben mit dem neuen Volksaltar eine gute Wahl getroffen.“

Dekan Alfons Kaufmann

„Das große Anliegen der Sanierung war es, mit der Trockenlegung die Feuchtigkeit aus der Kirche rauszubekommen.“

Kirchenpfleger Ludwig Hauer

Innensanierung der Expositurkirche Wildeppenried:

Innensanierung der Expositurkirche Wildeppenried

  • Ostern 2019 findet der letzte Gottesdienst vor der Innensanierung statt. Ab dem ersten Juli-Wochenende 2020 ist die Kirche wieder geöffnet.
  • Die Corona-Pandemie lässt 2020 die geplante Weihefeier mit dem Bischof platzen. Der alte Volksaltar wird wieder aufgestellt.
  • Bischof Rudolf Voderholzer weiht den neuen Volksaltar am Sonntag, 11. Juli 2021 ein. Der Gottesdienst wird in Bild und Ton ins Freie übertragen; Bänke sind aufgestellt (hier keine Anmeldung erforderlich).
  • Ablauf: 9.40 Uhr Empfang des Bischofs vorm Gemeinschaftshaus; 9.50 Uhr Kirchenzug mit Stadtkapelle sowie den Vereinen mit Fahnenabordnung; 10 Uhr Festgottesdienst. Anschließend Treffen der Ehrengäste im Gemeinschaftshaus.
  • Das Patroziniumsfest „St. Bartholomäus“ ist heuer am Sonntag, 22. August, geplant. Es soll eine Art „Nachfeier“ für die gesamte Bevölkerung werden.
  • Die Kosten belaufen sich auf rund 950 000 Euro. Die Diözese beteiligt sich mit 45 Prozent. Zuschüsse in Höhe von insgesamt 90 000 Euro leisten Bezirk, Landkreis, Stadt und die Bayerische Landesstiftung.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.