21.02.2020 - 17:15 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Wieder Cappuccino am Marktplatz: Neuer Pächter fürs "MP 12"

Eine gute Meldung aus dem Rathaus: Nach zwei Jahren Leerstand hat die Stadt einen neuen Pächter für das "MP 12" gefunden. Die Eröffnung ist noch vor Ostern geplant.

Die dunklen Wolken über dem „MP 12/Eisenbarth’s“ verflüchtigen sich. Nach zwei Jahren Leerstand wird ein neuer Pächter voraussichtlich noch vor Ostern wieder Leben ins Herz der Altstadt bringen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Am 24. März 2018 bewirtete die Familie Hanauer das letzte Mal ihre Gäste im "MP 12" und schloss am Palmsonntag vor zwei Jahren die Türen des beliebten Treffs am Marktplatz. Wenn alles so läuft wie geplant, dann findet die Wiedereröffnung in wenigen Wochen statt - angepeilt ist jedenfalls nach vorliegenden Informationen ein Zeitpunkt "vor Ostern". Der neue Pächter führte bis dato einen Gastronomiebetrieb in Kümmersbruck. Nähere Details möchte die Stadt erst bei einem Pressegespräch Ende Februar mitteilen.

Zwei Jahre auf der Suche

Seit dem Frühjahr 2018 war die Stadtverwaltung auf der Suche nach einem neuen Pächter für das Café "Eisenbarths", besser bekannt als "MP 12". Zwei Bilderbuchsommer zogen ins Land, und viele Einheimische und Touristen bedauerten die Leere im Herzen der Altstadt. Hatten sich doch die Jahre vorher die Tische um den Schwarz-Brunnen "wie von selbst" gefüllt. Das "MP 12" bereicherte das gesellschaftliche Leben vom gemeinsamen Frühstück am Marktplatz bis zum Kaffeeklatsch am Nachmittag und dem Feierabendbier mit Kollegen und guten Freunden.

Im Sommer 2018 fanden etliche Besichtigungen statt, und Anfang des Jahres 2019 kam Bewegung in die Pächtersuche. Die Stadt verhandelte mit einem potenziellen Interessenten. Leider zerschlug sich das Vorhaben wieder und die Suche ging weiter. "Wir hatten immer wieder Bewerber für eine normale Gastronomie, die hier nicht möglich ist, und andere wollten kein Eis anbieten", erklärte Ruhland auf Anfragen der Lokalredaktion. Letzteres sei jedoch ausdrücklich gewünscht. Am 1. Februar 2008 wurde das Haus als "Café und Bistro" von Anita Pösl eröffnet und bis März 2012 geführt. Nach kurzem Leerstand übernahm die Familie Hanauer von Oktober 2012 bis März 2018.

Vom Museum zum Bistro

Die Immobilie war bis 2005 Heimatmuseum und ging dann in den Besitz der Schwarz-Stiftung über. Mit einer grundlegenden Sanierung wurde das Haus ab dem Jahr 2007 für die Bedürfnisse einer gehobenen gastronomischen Nutzung umgebaut. Für die sehr stimmige Inneneinrichtung in edlem Holz zeichnen Architekt Christian Schönberger und Stiftungsratsvorsitzende Erika Odemer mitverantwortlich. Die Fassade ist von einer Glasfront geprägt, die dazu einlädt, das Geschehen auf dem Marktplatz zu beobachten. Die Bruttogeschossfläche beträgt rund 270 Quadratmeter und die Nutzfläche erstreckt sich über drei Geschosse mit jeweils etwa 70 Quadratmeter. Dazu besteht auch für den neuen Pächter die Möglichkeit zur Außenbewirtschaftung (abends bis um 22.30 Uhr). Die dem Haus vorgelagerte Fläche ist eingerahmt von Maibaum, E-Bike-Station und Schwarz-Brunnen.

Viele freuen sich schon darauf, die ersten sonnigen Frühlingstage auf der Marktplatzterrasse vor dem "MP 12" genießen zu können. Angepeilt ist, dass Einheimische und Gäste hier bereits vor Ostern einen Cappuccino bestellen können. Seine Ideen, wie er das Lokal führen möchte, präsentiert der neue Pächter in Kürze.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.