19.07.2019 - 16:29 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Am Ende steht das Zeugnis

Carina Frisch, Theresa Brenner und Dominik Fleischer freuen sich über ihr Abschlusszeugnis mit der Note 1,0. Bei der Verabschiedung der Absolventen der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule gab es Lob, Musik und Geschenke.

Rektor Werner Winderl (Zweiter von links) und Konrektor Rudi Schneider (Vierter von rechts) freuen sich mit den Klassenleitern der 9. und 10. Jahrgangsstufe über die guten Ergebnisse von Lea Bauer (von rechts), Theresa Lippert, Carina Frisch, Theresa Brenner, Dominik Fleischer und Julia Simon.
von Udo WeißProfil

Unter dem Leitspruch „Abschied“ gestalteten Pfarrerin Ruth Schlinke und Kaplan Florian Frohnhöfer zunächst einen beeindruckenden Gottesdienst, welchen die Bläsergruppe mit Lehrer Christian Knott und Paulinus Lesser an der Orgel musikalisch umrahmten. In der Mehrzweckhalle begrüßte Rektor Werner Winderl neben Bürgermeister Heinz Weigl und den Bürgermeistern des Schulverbandes auch die Rektorinnen der Schulen des Schulverbandes und besonders die Eltern.

„Es ist ein Tag der Freude und des Dankens. Und ein Tag, der in Erinnerung bleibt“, hob der Schulleiter hervor. Auch wenn ein Schlussstrich unter die Schulzeit gezogen werde, so öffnen sich doch viele Tore für die Absolventen der neunten und zehnten Klassen. „Es ist euer Verdienst, was auf dem Zeugnis steht“, meinte Rektor Winderl. In tausenden von Schulstunden hätten die Schüler gerechnet, gelesen und gesprochen, gemalt und auch Zeit außerhalb des Unterrichts dafür geopfert. Auch die Eltern seien an dem „Abschlusspapier“ nicht unbeteiligt gewesen. Sie hätten Druck gemacht und so manche nervige Auseinandersetzung erduldet. Natürlich hätten auch die Lehrer einen Anteil, indem sie die Lerninhalte vermittelt haben.

„Aber was mit diesem Zeugnis zusammenhängt, ist nur ein Teil der Schulwirklichkeit“, so Rektor Winderl. Tausende kleiner und großer Begebenheiten dazwischen hätten die Schüler geprägt. „Jede Schulgemeinde lebt davon, dass sich viele aktiv und konstruktiv einbringen“, betonte er. Aber auch die Persönlichkeit und der Einsatz der Lehrer seien wichtig, denn „die Lehrkräfte wollen ihre Arbeit nicht nur gut, sondern sehr gut machen“. So gesehen sei das „Papier“, mit den Zahlen darauf, beinahe Nebensache. Von einem großen Schiff „Doktor-Eisenbarth-Schule“, an das die Schüler angedockt haben, sprach Bürgermeister Weigl in seinem Grußwort. Dabei sei es durch ruhige Gewässer und Stürme gefahren. Weigl bezeichnete die Absolventen als wichtigen Teil der Gesellschaft, sowohl als Arbeitskräfte als auch in den Vereinen. Bei 45 000 unbesetzten Lehrstellen in Bayern sei die Situation für einen Ausbildungsplatz sehr gut.

Elternbeiratsvorsitzende Petra Meier verglich den Schulabschluss mit einem Navi. „Sie haben Ihr Ziel erreicht“, sei die Ansage. Allerdings mussten dazu Feldwege, Schlaglöcher und Umleitungen genommen werden und Familien und Lehrer mussten die Schüler immer wieder in die Spur bringen. „Die Verkehrsanbindungen sind sehr gut, gönnt euch aber auch mal einen Rastplatz“, schloss sie. „Der Landkreis Schwandorf ist eine Zukunfts- und Wachstumsregion. Auf die Betriebe ist Verlass“, hob Fördervereinsvorsitzender Karlheinz Stoppa hervor und wünschte den Absolventen Freude am Beruf. Drei neunte Klassen haben an den Quali-Prüfungen teilgenommen, 81,1 Prozent haben sie geschafft. Von den 74 Prüflingen haben 20 eine Eins vor dem Komma. Fast alle Absolventen gehen in eine Ausbildung oder an eine weiterführende Schule.

An der Prüfung zum Mittleren Schulabschluss haben sich 18 Schüler beteiligt, die alle bestanden haben. Sechs davon haben eine Eins vor dem Komma und alle bekommen einen Ausbildungs- oder Schulplatz. Winderl bedankte sich bei den regionalen Ausbildungsbetrieben, dem Berufsberater Bernhard Helmstreit sowie dem Schulverband Oberviechtach. Nach der Ehrung der Schulbesten verabschiedeten sich die Schüler der neunten und zehnten Klasse mit Fotos und sorgten damit für manche Erheiterung. Mit einem breitgefächerten Repertoire an Musikstücken, von „Cordula Grün“ bis „Rock mi“, zeigte die Bläsergruppe ihr hohes Niveau. Die Klassenleiter freuten sich über Geschenke. Nach dem Austeilen der Abschlusszeugnisse sowie der gesungenen Bayernhymne folgte schließlich der Stehempfang.

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