„Wir gehen heuer einer Spur nach!“, meinte Kaplan Florian Frohnhöfer, als er am 1. Mai ganz in der Tradition der Wallfahrt am Johannisberg die Segnung der an der Hochstraße aufgereihten Fahrzeuge vornahm. In der vorausgegangenen Walpurgisnacht hatten Jugendliche auf der Strecke von Nunzenried kommend über Johannisberg nach Eigelsberg eine kräftige Kalkspur gezogen, die nach altem Brauch die Verbindung zweier Verliebter als „Steigerl“ signalisiert.
Bei der traditionellen Fahrzeugsegnung am Johannisberg werden vielfach neu angeschaffte Kraftfahrzeuge für den kirchlichen Segen positioniert. Der Geistliche schreitet zusammen mit den Ministranten nach dem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche die Front der längs geparkten Fahrzeuge ab, während vor der Kirche in einer Litanei die Schutzheiligen wie speziell im Straßenverkehr Christophorus oder Nepomuk angerufen werden.
Für die Feuerwehr Oberviechtach ist es ein fester Brauch mit ihrem Fuhrpark an dieser Segnung teilzunehmen. Heuer war sie mit sieben blitzblanken Fahrzeugen am Johannisberg vertreten, um den Schutz bei ihren nicht ungefährlichen Einsätzen zu erflehen.













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