"Was ist eigentlich Glück?" Dieser Frage ging Sebastian Reich mit seiner Handpuppe Amanda auf den Grund. Die Mehrzweckhalle war beim dritten Live-Programm des Unterfranken Sebastian Reich und seines niedlichen Nilpferds bis auf den letzten Platz ausverkauft. In einer aufgestellten Glücksbox konnten die Gäste auf Karten vermerken, was sie glücklich macht. Aus dem "Off" hörte man, wie "Horst Seehofer" das "wohl außergewöhnlichste Paar im Showbusiness" ankündigte. Dazu betonte die pummelige Nilpferd-Dame, dass nur große Superstars wie Nena, Madonna, Ötzi und Jesus keinen Nachnamen haben, so wie eben sie auch.
Kühried sorgt für Lacher
Mit viel Witz und Charme, strotzendem Selbstbewusstsein und lockerem Mundwerk fiel Amanda über ihren Bühnenpartner her, der sich natürlich nichts gefallen ließ. Das führte zu Dauerlachen beim Publikum, und nicht nur die vielen Kinder hatten großen Spaß. Spontane Interaktionen mit den Gästen waren die Dauerbrenner der Show. Da war der Peter aus der ersten Reihe, der es Amanda angetan hatte.
"Glückskekse sind Kekse mit Zettel drin, auf denen eine Weisheit steht", leitete Sebastian Reich zu den Karten der Zuschauer über. Julia aus Moosbach ist glücklich, wenn sie Amanda sieht, und Ina aus Grafenricht, wenn sie auf ihrem Pferd reitet, las er vor. Der Wunsch nach einer Brustvergrößerung müsse von einem Mann stammen, mutmaßte der Künstler. Wolfgang aus Kühried stand nicht wegen seines Wunsches, sondern wegen seines Wohnortes im Fokus: Kühried sorgte fortan für Lacher und wurde bei jeder sich bietenden Gelegenheit eingebaut. Der Wunsch des zwölfjährigen Leon, der zusammen mit Schwester Elena gerne ein Selfie von Amanda hätte, wurde auf der Bühne umgehend erfüllt. Neben Amanda hatte der Bauchredner noch "Herrn Esel" sowie "A Mor", einen herabgestürzten Engel, und "Pig Nik", das traurige Marzipanschwein, das einfach kein Glück bringt, mit nach Oberviechtach gebracht. "Herr Esel", umgeschult zum Trauerredner, meinte zum Tod einer Putzfrau: "Die kehrt nie wieder". Das Schweinchen "Pig Nik", das alle Fragen mit "Nö" beantwortete, sei beim Bundestagswahlkampf als Glücksbringer für die SPD eingesetzt gewesen. "Greta" dürfe aber nicht wissen, dass es in Folie eingeschweißt war.
Auch "spezifisch" fehlt nicht
Beim Lied "Schubidubidu" unterstütze das Publikum Amanda kräftig, was zu der Aussage führte: "Jesses, der Kirchenchor von Kühried." Eingefleischte Fans warteten immer wieder auf das Lieblingswort ("spezifisch") der sympathischen Nilpferd-Dame. "Wenn sich Colafisch und ein Limofisch gern haben, entsteht ein Spezifisch", folgte die Erklärung.
Der letzte Glückskeks, der geöffnet wurde, enthielt den Spruch: "Glück ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die aus einem einfachen Tag etwas Besonderes machen." Das gelang an diesem Abend zu 100 Prozent. Nach einigen Zugaben stand Sebastian Reich seinen Fans geduldig für Autogramme zur Verfügung. Wer die Show verpasst hat oder noch einmal erleben möchte, hat dazu am 6. März in Nabburg Gelegenheit.















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