06.02.2020 - 10:43 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Mit Kunst Zeichen gegen Rassismus setzen

Das Profil "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" sehen Schüler und Lehrer der Doktor-Eisenbarth-Schule in Oberviechtach als Auftrag. Eine Projektwoche vertieft die Thematik. Im Vorfeld prägt Farbenvielfalt den Unterricht.

Rektor Werner Winderl freute sich gemeinsam mit Lehrerin und Initiatorin Anja Pongratz über die gelungenen Werke der Schüler, die nun den Rektoratsgang zieren.
von Udo WeißProfil

Zur Vorbereitung der Projektwoche "Schule ohne Rassismus", die von 10. bis 14. Februar den Unterricht bereichern wird, ließen die Schüler der Ganztagsklasse 5b bei einer Bilderaktion ihre Kreativität spielen. Unter dem Motto „Die DESO ist bunt!“ hatte sich die Buben und Mädchen im fächerübergreifenden Unterricht mit Vorurteilen, Ausgrenzung, Inklusion und Integration beschäftigt.

Als Vorbereitung auf die Projektwoche „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, aber auch um deutliche Zeichen an der Schule zu setzen, beschlossen die Schüler gemeinsam mit ihrer Klassenleiterin Anja Pongratz, den Grundsätzen dieses Schulprofils im Flur beim Rektorat Ausdruck zu verleihen. Die Klasse wurde in vier Gruppen aufgeteilt, die jeweils mit einer Leinwand ausgestattet waren und denen eine gezielte Farbauswahl mitgegeben wurde. Gemeinsam mit der Lehrerin wurden Farben und Techniken besprochen, um möglichst unterschiedliche Werke entstehen zu lassen. Techniken des Action-Paintings, das die Kinder bereits in einem Workshop im Nabburger Schmidt-Museum kennengelernt hatten, wurden um weitere Techniken ergänzt.

Dann endlich starteten auch die Kinder durch. Mit Feuereifer wurde gekleckst, gekämmt, gepustet oder gebürstet. Immer wieder erklang lautes Lachen, wenn beispielsweise wieder eine Murmel von der Leinwand gekullert war oder ein Farbspritzer die Schuhe getroffen hatte. Zwischendurch wurde gemeinsam mit der Lehrerin das jeweilige Kunstwerk beratschlagt, nachgearbeitet oder verbessert.

Voller Stolz wurden die getrockneten Leinwände später an Schulleiter Werner Winderl übergeben und sie zieren nun den Zugang zu Rektorat und Lehrerzimmer. In der Mitte der vier Leinwände befindet sich das „Herz“ des Projekts: eine Action-Painting-Leinwand in dazu passenden Farben und Techniken mit dem Wort „Willkommen“ in allen Sprachen. Sichtbares Zeichen dafür, dass sich jeder an der Doktor-Eisenbarth-Schule willkommen und wohl fühlen soll, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nation, Sprache oder Kultur.

Programm der Projektwoche von 10. bis 14. Februar:

Montag: Workshops zum Thema Gewalt und Cybermobbing durch Beamte der Polizeiinspektion Oberviechtach; die achten Klassen besuchen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Dienstag: Zwei Theaterstücke des ue-Theaters aus Regensburg; Bilderausstellungen behandeln an der Schule das Thema „Fluchtursachen“.

Mittwoch: Workshops über Flucht und die Fluchterfahrungen unbegleiteter Jugendlicher; Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube; Kolpingmobil „Integration“.

Donnerstag: Neonazi-Aussteiger Manuel Bauer berichtet von seinen Erfahrungen in der rechten Szene;

Freitag: Schulkinotag - es werden altersgerechte Filme zu den Themen der Woche gezeigt. (weu)

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