26.06.2020 - 10:23 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Durch die Natur und die Sagenwelt im Oberviechtacher Land

In Zeiten von Corona ist der "Urlaub dahoam" gefragt. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist und das Oberviechtacher Land im selbst gesetzten Tempo kennenlernen möchte, dem empfiehlt sich ein Trip auf dem Kapellen- und Goldsteig-Naturwanderweg.

von Udo WeißProfil

Der Prädikatswanderweg Goldsteig trägt seinen Namen nicht zu Unrecht. Er verläuft auf 415 Kilometern Länge von Marktredwitz aus durch den Naturpark Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald, entlang der Grenze zu Tschechien und endet in Passau. Charakteristisch für ihn sind eine herrliche Natur, geografische Besonderheiten, Denkmäler sowie geschichtsträchtige Orte und Kirchen, die einen Besuch wert sind.

Und ähnlich wie beispielsweise der Jakobsweg, lässt sich auch der Goldsteig in verschiedenen geplanten Teilabschnitten erkunden. Eine Etappe von zwölf Kilometern ist der Kapellen- und Goldsteig-Naturwanderweg im Raum Oberviechtach. Wanderer, die hier unterwegs sind, können nicht nur den Spuren vergangener Jahrhunderte folgen. Auch kulturelle Sehenswürdigkeiten, lange Waldpassagen und weitläufige Ausblicke sorgen entlang der Route für nachhaltige Erlebnisse.

Auf der Homepage der Stadt Oberviechtach wird diese Tour als "prämierter Qualitätswanderweg" beworben. Im Jahr 2014 hatte der Deutsche Volkssportverband die Strecke mit dem dritten Platz im Ranking "Deutschlands schönster Wanderweg Land & Natur" ausgezeichnet. Die Route verläuft von Oberviechtach aus über den Kreuzweg zum Johannisberg. Vor der Bogenbrücke, über die die B 22 verläuft, eröffnet sich ein toller Panoramablick über Oberviechtach.

Ein beliebter Wanderweg ist auch der "Rittersteig" rund um die Burg Murach

Obermurach bei Oberviechtach

Nächstes Etappenziel ist die Wallfahrtskirche St. Johannes Nepomuk, die 1734 an der alten Handelsstraße von Regensburg nach Böhmen erbaut wurde. Hier bietet sich auch eine Rast auf einer Sitzgruppe an. Bei günstiger Witterung reicht hier die Fernsicht in den Bayerischen Wald bis zum Großen Arber. Von der Kirche geht es zu Fuß die Landstraße rechts entlang bis zur Kreuzung, wo in einen Forstweg mit Mischwald eingebogen wird.

Nach dem Überqueren der Staatsstraße nach Neunburg, wird das Naturdenkmal „Sattelross“ erreicht. Um diesen massiven Felsen rankt sich die Sage, dass sich darunter ein versunkenes Schloss befindet, das sich an bestimmten Tagen aus der Erde erhebt und hell erleuchtet ist. Die Wandertour geht rechts weiter zum „Kätzlesberg“ und weiter talabwärts, bis man aus dem Wald heraustritt und den Blick auf Obermurach mit der einst mächtigen Burg „Haus Murach“ werfen kann.

Vom Erlebnisspielplatz in Obermurach geht es über einen Wiesen- und Waldweg vorbei an bemoosten Steinen bergab. Nach dem Überqueren der Straße nach Niedermurach wird die Walpurgiskapelle erreicht. Rechts bergauf geht es über die B 22 nach Hof zur Ägidius-Kirche, die der Sage nach von Riesen erbaut wurde. Von dort ist es nicht mehr weit nach Oberviechtach, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Dort bieten sich zum Finale eine Besichtigung der Stadtpfarrkirche St. Johannes sowie des Doktor-Schwarz-Brunnens auf dem Marktplatz an.

Nicht nur Sigrid Breitschafter, die Leiterin des Tourismusbüros, schwärmt vom Goldsteig. Wer Abschnitte davon erwandert und die Natur und Sehenswürdigkeiten genossen hat, wird dem Lyriker Joseph von Eichendorff zustimmen, der einst gesagt hat: „Natur ist das große Bilderbuch, das der liebe Gott uns draußen aufgeschlagen hat.“

Im Blickpunkt:

Auskunft und Infos

Weitere Informationen über regionale Wanderwege im Internet unter www.oberviechtach.de, per Mail unter tourismus[at]oberviechtach[dot]de oder telefonisch unter Telefon 09671/30716.

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