13.10.2020 - 17:31 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtach soll leben: Teplitzky spricht mit Städtebauförderung

Leerstände sind ein Problem in Oberviechtach. Das muss sich ändern, findet Bürgermeister Rudolf Teplitzky. Er versucht, ein paar Hebel in Bewegung zu setzen. Einer davon könnte für Immobilienbesitzer in der Altstadt interessant werden.

Leerstände, ein Bild das, wenn es nach Bürgermeister Rudolf Teplitzky geht, bald der Vergangenheit angehören soll.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Leerstände in Oberviechtach sind keine Seltenheit. Doch wenn es nach Bürgermeister Rudolf Teplitzky geht, soll sich das bald ändern. Dafür steht er in Kontakt mit der Städtebauförderung der Regierung der Oberpfalz, die die Stadtentwicklung unterstützt. Dass Teplitzky etwas ändern möchte, merkt man schon im Gespräch mit Andreas Mandl vom Bauamt der Stadtverwaltung. "Wir haben einen neuen Kopf und damit auch neue Ideen. Da ist wieder Dynamik drin", sagt er.

Was genau sich allerdings in der Stadt tun soll, darauf möchte Teplitzky zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genauer eingehen "Dafür ist es einfach noch zu früh, ich möchte da nichts vorgreifen", sagt er.

Ideen in der Diskussion

Was derzeit stattfindet, könnte man wohl am ehesten als Ideenfindungsphase beschreiben. Ein Ortstermin mit der Städtebauförderung habe sich als überaus fruchtbar erwiesen. "Es war schön zu sehen, welche Vorschläge und Ideen es noch gibt, auf die wir von selbst nicht gekommen wären", sagt Teplitzky. Wenn die Ideen einmal ausgegoren sind, soll es daran gehen, Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben. Danach werden die Ideen laut Teplitzky im Stadtrat durchgekaut.

Derzeit befinde er sich in Gesprächen mit den Besitzern von Leerständen. Mit den Bürgern der Stadt für die Stadt: Teplitzky möchte Oberviechtach mit Leben füllen. Er weist auf die Möglichkeit hin, dass auch Privatleute von den Mitteln aus der Städtebauförderung profitieren können. Bislang haben Menschen, die in der Altstadt leben, die Möglichkeit bis zu 30 000 Euro Fördermittel für die Sanierung ihrer Immobilie aus dem kommunalen Förderprogramm zu bekommen. Dabei kommen 40 Prozent aus dem Topf der Stadt Oberviechtach und 60 Prozent vom Bezirk.

Bald mehr Fördergelder?

"Wir planen, das großzügig aufzustocken", sagt Teplitzky. Auf eine genaue Summe möchte man sich dabei allerdings noch nicht festlegen, denn wie Maria Scherr vom Bauamt mitteilt, soll im November im Stadtrat darüber entschieden werden, ob die Förderung tatsächlich erhöht wird und um wie viel Geld pro Person es dabei geht.

Oberviechtach will Grundstücke kaufen

Oberviechtach

Im Bauamt nachfragen

Wer seine Immobilie in der Altstadt sanieren will, der hat die Möglichkeit, unter anderem Geld für die Erneuerung der Fassade, der Fenster und des Dachs zu bekommen. Wie es aus dem Bauamt heißt, steht der Stadt aber nur eine begrenzte Summe zur Verfügung. Deshalb gelte das Windhund-Prinzip. Zu deutsch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. "Wer sich für die Förderung interessiert, der kann sich direkt mit uns im Bauamt in Verbindung setzen", sagt Scherr.

Was weitere Pläne betrifft, um Oberviechtach attraktiver zu machen, braucht die Stadt Grundstücke. Dazu sagt Mandl vom Bauamt: "Die Stadt ist darum bemüht, Flächen zu kaufen. Die brauchen wir, um unsere Pläne umsetzen zu können." Damit bezieht sich Mandl auf eine frühere Aussage Teplitzkys, derzufolge die Stadt nach abgabebereiten Eigentümern von Immobilien in der Altstadt und nach Flächen für ein neues Gewerbegebiet am Ortsrand in der Nähe der Bundesstraße 22 sucht.

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