07.01.2021 - 09:31 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher Arbeitsagentur meldet Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet die Agentur für Arbeit Oberviechtach: Im Dezember waren 230 Menschen ohne Job, das sind acht Prozent mehr als noch im November. Für Lichtblicke sorgt das Angebot an freien Stellen.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Oberviechtach sind die Arbeitslosenzahlen im Dezember gestiegen.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Im Zeitraum von November auf Dezember nahm die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Oberviechtach spürbar zu. Aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht geht hervor, dass zur Mitte des Berichtsmonats Dezember rund 230 Arbeitnehmer ohne Jobs gemeldet waren. Das sind 20 Personen (8,1 Prozent) mehr als im November. Zum Zuständigkeitsbereich der Agentur gehören die Städte Oberviechtach und Schönsee, der Markt Winklarn sowie die Gemeinden Gleiritsch, Niedermurach, Teunz, Stadlern und Weiding.

Noch gravierender fällt der Rückgang mit Blick auf das Vorjahresmonat aus: Gegenüber Dezember 2019 stieg die Arbeitslosigkeit um 30 Personen (17 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von November auf Dezember um 0,2 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 3,0 Prozent. Im Dezember des Vorjahres lag die Quote bei 2,6 Prozent.

Im November hatte die Oberviechtacher Arbeitsagentur "Vollbeschäftigung" gemeldet

Oberviechtach

Im Laufe des Monats meldeten sich laut Arbeitsagentur rund 30 Arbeitnehmer aus der Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos – fünf Personen (19,2 Prozent) mehr als im Dezember des Vorjahres. Im Gegenzug fanden elf Personen eine neue Stelle und konnten damit wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. In der Statistik ist das genau ein Arbeitnehmer (zehn Prozent) mehr als im Dezember 2019.

Ein Lichtblick ist, dass das Job-Angebot in der Region bisher der Pandemie trotzt. Wie die Arbeitsagentur mitteilte, bewege sich der Bestand an offenen Stellen trotz der Coronakrise auf dem Vorjahresniveau. „Erfreulich ist, dass die Arbeitgeber ihre Angebote für Menschen auf Arbeitssuche trotz der Krise nicht nennenswert zurückgefahren haben", schilderte Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf. Im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters seien im Dezember knapp 100 offene Stellen registriert worden. Das ist laut Pressemitteilung lediglich eine Stelle weniger als im Dezember 2019.

Erfreulich ist, dass die Arbeitgeber ihre Angebote für Menschen auf Arbeitssuche trotz der Krise nicht nennenswert zurückgefahren haben.

Markus Nitsch, Geschäftsführer der Arbeitsagentur

Markus Nitsch, Geschäftsführer der Arbeitsagentur

"Anders stellt sich die Lage leider bei den neugemeldeten Stellen dar“, so Markus Nitsch. Mit 230 Neumeldungen seit Jahresbeginn sei der Vorjahreswert von knapp 270 Offerten heuer nicht erreicht worden.

Im Gesamtbezirk der Arbeitsagentur Schwandorf, zu dem die Landkreis Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach sowie die kreisfreie Stadt Amberg gehören, waren die Auswirkungen der Coronakrise weiterhin spürbar. Mitte Dezember waren rund 7790 Arbeitslose erfasst. Von November auf Dezember stieg die Arbeitslosigkeit somit um 330 Personen (4,4 Prozent).

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