13.09.2021 - 10:34 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Soldaten zum Einsatz in Mali verabschiedet

Bei einem Bataillonsappell in Oberviechtach werden 23 Soldaten in den Auslandseinsatz verabschiedet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen aber auch zwei Jubiläen.

Die Bürgermeister der Patengemeinden und der Garnisonsstadt übergaben den nach Mali abkommandierten Soldaten Ortsschilder mit auf den Weg. Das Bild zeigt (von links) Ludwig Gürtler (Tännesberg), Reiner Gäbl (Eslarn), Reinhard Kreuzer (Schönsee) und Rudolf Teplitzky (Oberviechtach).
von Georg LangProfil

„Es tut gut, nach viel zu langer Zeit wieder einen Bataillonsappell mit Volltruppe durchführen zu können“, freute sich der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Andreas Bleek, als der gesamte Verband vor wenigen Tagen auf dem Appellplatz Aufstellung bezogen hatte. Die Mitwirkung der Militärmusik aus Veitshöchheim verlieh der Veranstaltung „einen besonderen Glanz“, über den sich auch zahlreiche zivile Gäste freuten, allen voran die Bürgermeister der Garnisonsstadt und der Patengemeinden. Für die dem Bataillon verbundenen Kommunalpolitiker war es eine Ehre, 23 Soldaten zum EU-Ausbildungseinsatz in Mali mit zu verabschieden.

Neben diesem Appellanlass ging der Kommandeur in seiner Rede aber auch noch auf zwei Jubiläen ein, die es zu würdigen galt. Das Bataillon besteht seit 65 Jahren und die Garnison in Oberviechtach kann sich über das 60-jährige Bestehen freuen, das im nächsten Jahr gebührend gefeiert werden soll.

Gutes Miteinander

Der Kommandeur würdigte das Miteinander von Bundeswehr und Zivilgesellschaft, wie es in Oberviechtach praktiziert wird. „Und dabei hilft wesentlich das Gefühl der Wertschätzung durch die Zivilgesellschaft und die Einbettung in die Heimat, für die wir kämpfen sollen: gegenseitige Anerkennung, gegenseitiger Austausch mit der Bevölkerung.“

Das gute Verhältnis sei Motivation zur Auftragserfüllung und das seit 60 Jahren, als „die Soldaten durch die Stadt marschierten – hinein ins schöne Oberviechtach, um bis heute zu bleiben“, wie es auch in einem Stück des Heeresmusikkorps anklang, das den gesamten zweistündigen Appell feierlich musikalisch mitgestaltete.

Auf die vielfältigen konkreten Begegnungen ging neben dem Kommandeur auch der Bürgermeister der Garnisonsstadt, Rudolf Teplitzky, ein. „Unsere Soldaten sind ein prägender Teil im öffentlichen Leben der Stadt“, stellte er fest und nannte herausragende Begegnungen wie den traditionellen Neujahrsempfang oder seit 1968 die Aufstellung des Maibaums, der sich zu einem Wahrzeichen Oberviechtachs entwickelt habe. Der Bürgermeister hoffte, dass 2022 das Heimatfest verbunden mit dem Garnisonsjubiläum gebührend gefeiert werden kann.

Förmliche Anerkennung

Beim Appell wurden Hauptmann Stefan Gerhardt und Stabsfeldwebel Manuel Würstl wegen „Vorbildlicher Pflichterfüllung“ eine förmliche Anerkennung erteilt, bevor ein kleines Kontingent von 23 Soldaten zur „Europäischen Trainingsmission Mali“ verabschiedet wurde.

Der Kommandeur schilderte die Situation in diesem 4500 Kilometer entfernten Land in Afrika. Mit der Entsendung werde der seit Jahren primär von Frankreich vollzogene Stabilisierungseinsatz unterstützt. Die Kameraden des Bataillons und die verbundenen Bürgermeister gaben für den Einsatz alle guten Wünsche mit auf den Weg.

Interview mit dem Kommandeur zum Auslandseinsatz in Mali

Oberviechtach
Der Kommandeur, Oberstleutnant Andreas Bleek, und der Bürgermeister der Garnisonsstadt, Rudolf Teplitzky, schritten die Formation des zum Appell angetretenen Bataillons ab.
Anlässlich des 65-jährigen Geburtstags des Bataillons enthüllte Oberstleutnant Andreas Bleek ein graphisch und textlich modern gestaltetes „Selbstbild“ des Verbandes „für die neuen Kameraden, für Externe, aber auch für die Altgedienten“.

 

 

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